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13.07.2012

13:30 Uhr

Konjunkturabkühlung

Chinas Wachstum fällt auf Drei-Jahres-Tief

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt lahmt: Seit der globalen Finanzkrise ist das Wachstum in China nicht mehr so niedrig gewesen. Keine guten Aussichten für die Weltkonjunktur und die deutsche Exportwirtschaft.

Die Textilindustrie ist in China ein wichtiger Wirtschaftszweig, gerade für den Export. dapd

Die Textilindustrie ist in China ein wichtiger Wirtschaftszweig, gerade für den Export.

PekingDrache auf Sparflamme: Chinas Wachstum ist mit 7,6 Prozent im zweiten Quartal auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen. Die schwache Nachfrage nach „Made in China“ im schuldengeplagten Europa, die Stagnation des Immobilienmarktes und ein langsamer Zuwachs des heimischen Konsums bremsen die zweitgrößte Wirtschaftsnation. Das Wachstum ist jetzt sechs Quartale in Folge zurückgegangen, wie das Statistikamt am Freitag in Peking berichtete.

China kann der Weltkonjunktur damit nur noch schwerer auf die Sprünge helfen. Auch die deutsche Exportwirtschaft, die stark vom China-Geschäft profitiert hat, bekommt die Abkühlung zu spüren. Nach einem Wachstum von 9,2 Prozent im vergangenen Jahr wurden im Reich der Mitte schon im ersten Quartal nur noch 8,1 Prozent erreicht. Analysten der Commerzbank sagen für das ganze Jahr nur noch 7,5 Prozent voraus. Andere Schätzungen sind mit bis zu 8,5 Prozent Plus etwas optimistischer.

Der Zuwachs erscheint im Vergleich zu den krisengeschüttelten Industrienationen hoch, doch braucht China als Entwicklungsland mit großem Nachholbedarf ein viel höheres Wachstum, um ausreichend Arbeitsplätze zu schaffen, soziale Spannungen und andere Probleme zu bewältigen, wie Regierungschef Wen Jiabao diese Woche mahnte.

Der Zuwachs der Industrieproduktion ging im Juni weiter auf 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Die Gewinne der Industrie fielen dadurch in den ersten fünf Monaten um 2,4 Prozent, was „Anlass zur Sorge“ gibt, wie die Commerzbank kommentierte. Die Konjunkturschwäche resultiere vor allem aus Überkapazitäten in einigen Sektoren und konzentriere sich auf die südlichen Regionen. Deswegen dürfte eine Ursache die Überinvestitionen der vergangenen Jahre sein. Hinzu komme die schwächere Weltkonjunktur.

Kommentare (2)

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maui

13.07.2012, 06:56 Uhr

HB: stellt endlich auch im Schreibdienst wieder muttersprachliche Deutsche ein und nicht eingewanderte, aussspähende chinesische/chinesischsprachige Spione, die ihr Geld zwischendurch mit "Deutschtippseln" verdingen müssen - es ist manchmal PEINLICH, EURE TEXTE zu lesen!!! (Überschrift)

maui

13.07.2012, 08:33 Uhr

Maui fügt an: na, nochmals gerettet.

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