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26.12.2013

14:43 Uhr

Konjunkturausblick

Deutsche Firmen zuversichtlich für 2014

Die deutsche Wirtschaft ist so zuversichtlich wie lange nicht mehr. Für den Arbeitsmarkt wird der bevorstehende Aufschwung indes nicht viel bringen: Viele Branchen wollen 2014 sogar Arbeitsplätze abbauen.

Stahlröhrenproduktion in Düsseldorf: Die meisten Branchen rechnen 2014 mit einem Aufschwung. dpa

Stahlröhrenproduktion in Düsseldorf: Die meisten Branchen rechnen 2014 mit einem Aufschwung.

KölnDie deutsche Wirtschaft steht vor einem kräftigen Aufschwung - allerdings ohne nennenswerte positive Effekte am Arbeitsmarkt. Bei einer am Donnerstag veröffentlichten Branchenumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) erklärten 34 von 48 Wirtschaftszweigen, sie rechneten für 2014 mit einem Produktionsanstieg beziehungsweise höheren Umsätzen als im abgelaufenen Jahr. „Schon lange nicht mehr hat die deutsche Wirtschaft so positiv in die Zukunft geschaut“, sagte IW-Direktor Michael Hüther.

„Ein großes Beschäftigungsplus ist damit aber nicht verbunden“, schränkt das IW ein. „Denn die Zahl der Verbände, die einen Personalaufbau beziehungsweise -abbau erwarten, hält sich mit jeweils zehn die Waage.“ 28 der 48 befragten Branchen gehen von einer konstanten Beschäftigtenzahl aus. Unter den Branchen, die zusätzlich Personal benötigen, befinden sich der Maschinenbau und die Bauindustrie. Stellenstreichungen erwarten unter anderem die Energiewirtschaft, die Banken und die Versicherungswirtschaft.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Für Zuversicht sorgt laut IW vor allem die robuste inländische Konjunktur und die Tatsache, dass im Euroraum viele Zeichen auf Besserung stehen. Die Wachstumsimpulse aus den Schwellenländern Asiens und Südamerikas dürften dagegen eher schwächer ausfallen.

Als Zugpferd der deutschen Konjunktur sieht sich die Metall- und Elektroindustrie. „Für 2014 rechnen wir mit einem Wachstum von drei Prozent nach einer schwarzen Null 2013“, sagte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Allein in der Metall- und Elektroindustrie arbeiten rund 3,7 Millionen Menschen. „Seit März 2010 wurden knapp 280 000 neue Arbeitsplätze geschaffen, obwohl die Produktion immer noch unter dem Vorkrisenniveau liegt.“

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