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09.07.2013

13:14 Uhr

Konjunkturausblick

Die größten Risiken für die Weltwirtschaft

VonJan Mallien

IWF-Chefin Christine Lagarde hat ihre Prognose für die Weltwirtschaft nach unten korrigiert. Zwar hat sich die Lage in der Euro-Zone etwas beruhigt, doch dafür ist ein neuer großer Unsicherheitsfaktor hinzugekommen.

Risiken für die Weltwirtschaft: Sie liegen nicht nur in der Euro-Zone.

Risiken für die Weltwirtschaft: Sie liegen nicht nur in der Euro-Zone.

DüsseldorfWährungsfonds-Chefin Christine Lagarde warnt vor neuen Gefahren für die Weltwirtschaft. „Während alte Risiken fortbestehen, sind neue hinzugekommen“, heißt es in der heute vorgestellten Aktualisierung des IWF-Ausblicks für die Weltwirtschaft. Dazu gehöre vor allem das schleppende Wachstum in den Schwellenländern.

Lange waren sie das Kraftzentrum der Weltwirtschaft. Nach der Finanzkrise 2008 stützten die Schwellenländer das globale Wachstum. Ihr Anteil an der Weltwirtschaft hat im letzten Jahrzehnt dramatisch zugenommen: Zwischen den Jahren 2000 und 2013 verdoppelte er sich von 20 auf fast 40 Prozent.

Im gleichen Maße nahm jedoch auch die Abhängigkeit von ihnen zu. Dies könnte sich nun rächen. Mit China und Brasilien stecken die beiden Schwergewichte unter den Schwellenländern in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die Probleme könnten sich durch eine straffere Geldpolitik in den Industrieländern noch verstärken.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2013 ein Wachstum von 3,1 Prozent, das sind 0,2 Punkte weniger als noch im April. Im Euro-Raum werde die Rezession mit 0,6 Prozent fast doppelt so schwer ausfallen wie bisher geschätzt. Deutschland werde 2013 mit 0,3 Prozent nur halb so stark zulegen wie zuletzt vorausgesagt.

Das sind die wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt

Platz 1

Hongkong

Platz 2

USA

Platz 3

Schweiz

Platz 4

Singapur

Platz 5

Schweden

Platz 6

Kanada

Platz 7

Taiwan

Platz 8

Norwegen

Platz 9

Deutschland

Platz 10

Katar

Quelle

IMD-„World Competitiveness Ranking“ 2012.

Die Schweizer Business-School IMD veröffentlich seit 1989 jährlich ihr Wettbewerbsranking. Dazu befragen die Wissenschaftler mehr als 4200 internationale Geschäftsleute. Die Länder werden nach über 300 Kriterien bewertet.

Die Probleme der Eurozone sind inzwischen schon chronisch. Nach wie vor können sie die Weltwirtschaft hart treffen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Sicherheitsnetz aber deutlich verbessert. Die Regierungskrise in Portugal hat zwei Dinge gezeigt: Zum einen ist die Euro-Krise noch längst nicht zu Ende, zum anderen reagieren die Märkte inzwischen weit weniger hektisch auf temporäre Krisen.

Für die Finanzmärkte spielt auch die Zinspolitik eine große Rolle. Hier zeichnet sich in den USA eine Wende ab, vor der viele Angst haben.

Handelsblatt Online zeigt die größten Risiken für die Weltwirtschaft.

Kommentare (47)

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Account gelöscht!

09.07.2013, 13:22 Uhr

"Zwar ist es in der Euro-Krise ruhiger geworden.."

Um AIDS ist es auch ruhiger geworden...und?

oha

09.07.2013, 13:25 Uhr

Sollte Madame unterschlagen wollen, dass China zu den Hauptgläubigern der USA gehört?

Das wäre aber auch wirklich unfein, sollte Madame das unterschlagen wollen.

cs355

09.07.2013, 13:32 Uhr

Ich kann über diesen Artikel nur den Kopf schütteln. Hat den ein BWL-Student geschrieben? "Ausgestanden ist die Euro-Krise erst, wenn die Krisenländer wieder kräftig wachsen". Mit alten Rezepten neue Probleme lösen wollen.... das ist das wirkliche Problem. Wachstum wird in Zukunft nicht mehr möglich sein!! Woher denn, wenn der Planet im Eimer und alles zerstört ist!! Lieber BWL Student, bitte Nachsitzen!

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