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18.01.2005

18:15 Uhr

Konjunkturaussichten für 2005

Binnennachfrage dürfte anziehen

Bislang wurde die Konjunkturerholung allein vom Export getragen. In Diesem Jahr soll sich die deutsche Wirtschaft aber nach Einschätzung von Experten auch auf die Binnennachfrage stützen können.

HB BERLIN. Befragte Volkswirte erwarten zwar, dass sich das Wirtschaftswachstum 2005 auf 1,2 von 1,7 % in 2004 abschwächen wird, wie eine Quartalsumfrage vom Dienstag ergab. Dabei sollte es jedoch stabiler ausfallen und neben dem Export auch auf dem privaten Konsum und den Investitionen ruhen. Exportzuwächse wie im vergangenen Jahr wird die deutsche Wirtschaft wegen des zu erwartenden schwächeren Welthandels aber kaum wiederholen können. Ein Sorgenkind bleibt die Bauindustrie, die 2005 schon jetzt als elftes Krisenjahr in Folge bezeichnet.

Die unterschiedliche Zahl an Arbeitstagen herausgerechnet, dürfte sich das Wachstum in diesem Jahr sogar leicht auf 1,4 von 1,1 % im vergangenen Jahr beschleunigen, erwarten die Analysten. Um den Arbeitsmarkt zu entlasten, reiche die Dynamik zwar nicht aus. Das Wachstum werde aber ausgeglichener: „Es ruht auf beiden Schultern, Inlandsnachfrage und Außenhandel“, sagte der Chefvolkswirt der Bayerischen Landesbank, Jürgen Pfister. Die bisherige Abhängigkeit vom Export macht die Erholung anfällig für Schocks wie die Entwicklung der Wechselkurse.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) bekräftigte die Regierungsprognose, dass das Wirtschaftswachstum 2005 zwischen 1,5 und zwei Prozent liegen werde. „Ich sehe keinen Grund, davon jetzt abzuweichen.“ Am 26. Januar will die Regierung mit dem Jahreswirtschaftsbericht ihre aktualisierte Prognose vorlegen.

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