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01.11.2012

08:12 Uhr

Konjunkturdaten

China nimmt wieder Fahrt auf

In den vergangenen Monaten schwächelte die chinesische Wirtschaft. Jetzt gewinnt sie anscheinend wieder an Schwung - zumindest laut offiziellen Zahlen. Nicht jeder ist davon überzeugt, dass die Daten verlässlich sind.

In China verdichten sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung. dpa

In China verdichten sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung.

Der chinesische Einkaufsmanagerindex kletterte im Oktober um 0,4 auf 50,2 Punkte, wie das Statistikamt am Donnerstag in Peking mitteilte. Das Barometer kletterte damit erstmals seit Juli über die Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. "Wir gehen davon aus, dass Chinas Wirtschaftswachstum nicht mehr nachlassen, sondern sich leicht erholen wird", sagte Ökonom Zhang Liqun vom Zentrum für Entwicklungsforschung des Staatsrates.

Chinas Börse legte um 1,7 Prozent zu. An den asiatischen Aktienmärkten blieben die Reaktionen aber verhalten. Ein Devisenhändler in Tokio sagte, die Marktteilnehmer nähmen die Zahlen aus Peking nicht für bare Münze. Kurz vor einem Wechsel an der Spitze der kommunistischen Partei würde China kaum schlechte Zahlen dulden.

Das sind die wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt

Platz 1

Hongkong

Platz 2

USA

Platz 3

Schweiz

Platz 4

Singapur

Platz 5

Schweden

Platz 6

Kanada

Platz 7

Taiwan

Platz 8

Norwegen

Platz 9

Deutschland

Platz 10

Katar

Quelle

IMD-„World Competitiveness Ranking“ 2012.

Die Schweizer Business-School IMD veröffentlich seit 1989 jährlich ihr Wettbewerbsranking. Dazu befragen die Wissenschaftler mehr als 4200 internationale Geschäftsleute. Die Länder werden nach über 300 Kriterien bewertet.


Allerdings deutet auch der von der Großbank HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex auf ein Anziehen des Wachstums hin. Er kletterte von 47,9 auf 49,5 Zähler und erreichte damit den höchsten Wert seit Februar. "Chinas Industrie hat die Talsohle durchschritten", sagte HSBC-Experte Hongbin Qu. Der Index für die Exportaufträge kletterte auf 51,2 Punkte und damit erstmals seit einem Jahr über die Wachstumsschwelle von 50 Zählern.
Europas Schuldenkrise und die schlappe US-Konjunktur haben das Wachstum in China im dritten Quartal auf ein Dreieinhalb-Jahrestief gedrückt. Das Bruttoinlandsprodukt des Exportweltmeisters legte um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Für das Gesamtjahr strebt die Regierung ein Plus von 7,5 Prozent an. 2011 waren es noch 9,2 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (11)

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anonym

01.11.2012, 08:51 Uhr

Das mit den Daten haben Sie sicher von den USA gelernt.Diese haben uns ja in den letzten 40 Jahren auch nur verarscht mit ihren Zahlen.

Nexus

01.11.2012, 09:16 Uhr

Seit dem künstlich hochgespielten "Drama" um die paar Inselquadratmeter melden dafür die Japaner ziemliche Absatzprobleme. Könnte sogar sein, dass dafür die Chinesen mehr einheimische Ware kaufen.

Account gelöscht!

01.11.2012, 09:27 Uhr

Gut, es ist erwiesen das die AMIs die Welt verarschen. Aber gibt es beweise das die Chinesen lügen ? Die HSBC bestätigt ja indirekt die chinesischen Angaben. Ich glaube das auch, da auch im Jahr 2009 die BRICs die ersten waren deren Industrie wieder anzog. Da wir jetzt auch positive Signale
seitens der Amis haben, ist es für mich logisch das die Zahlen stimmen

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