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08.07.2011

08:04 Uhr

Konjunkturdaten

Deutsche Exporte steigen stärker als erwartet

Das deutsche Wirtschaftwunder geht weiter. Die Exporte steigen deutlich stärker als erwartet. Die Nachfrage in den Schwellenländern sorgt für volle Bücher.

Container im Hafen von  Qingdao in China: Deutsche Waren sind begehrt. Quelle: dpa

Container im Hafen von Qingdao in China: Deutsche Waren sind begehrt.

Die deutschen Exporteure sind dank der starken Nachfrage aus den Schwellenländern zurück auf der Erfolgsspur. Sie setzten im Mai 4,3 Prozent mehr im Ausland um als im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.

Damit wurde ein Großteil des Einbruchs vom April wettgemacht, als es mit 5,6 Prozent den stärksten Einbruch seit mehr als zwei Jahren gegeben hatte. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Plus von 1,2 Prozent gerechnet.

Allerdings mehren sich die Anzeichen dafür, dass die Ausfuhren in den kommenden Monaten deutlich schwächer zulegen werden als zu Jahresbeginn: Die exportabhängige Industrie erhielt im Mai um 5,8 Prozent weniger Aufträge aus dem Ausland.

Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 92,1 Milliarden Euro ins Ausland. Das ist ein Plus von 19,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Ausfuhren außerhalb der Europäischen Union legten mit 23,8 Prozent besonders kräftig zu. Dazu gehören die schnell wachsenden Schwellenländer wie Brasilien, Russland, Indien und China.

Die Exporte in die Euro-Länder kletterten dagegen nur um 16,1 Prozent. Die Importe zogen im Mai um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat an und damit gut dreimal so stark wie erwartet. Insgesamt wurden Waren im Wert von 77,3 Milliarden Euro nach Deutschland eingeführt - 15,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Außenhandelsbilanz - die Differenz zwischen Exporten und Importen - wies einen um Saison- und Kalendereinflüsse bereinigten Überschuss von 12,8 Milliarden Euro aus.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

08.07.2011, 10:28 Uhr

„Die Nachfrage in den Schwellenländern sorgt für volle Bücher“. So so.

+++ Der fragile Boom der Autobauer +++
Der Aufschwung droht in vielen Ländern abzuflauen, auf dem wichtigen Markt China knicken bereits die Autoverkäufe ein. Die deutschen Autobauer könnte das hart treffen.

Die Gründe für das verlangsamte Wachstum liegen im Einbruch des japanischen Marktes nach der Naturkatastrophe, dem langsameren Wachstum in China und Rückgängen in Italien, Frankreich, England und Spanien.

Auch der Autoabsatz in China ist zuletzt ins Stocken geraten. Im Mai kam es besonders Dicke: Der Markt stagnierte vollends, das Wachstum ging auf Null zurück. Zum Vergleich: im gesamten Jahr 2010 legte der Automarkt in China um mehr als 30 Prozent zu.
http://www.manager-magazin.de/finanzen/boerse/0,2828,771543,00.html

Im Gegensatz zu China, die noch mit Dollars bezahlen können, schicken wir den Länder innerhalb der EU gleich die Kreditverträge mit, damit sie unsere Exportrechnungen für die Träume auf 4 Rädern Made in Germany bezahlen können. Und jetzt dürfen wir sogar noch die Kredite selbst zurückzahlen!! Wer hat da in der Schule nicht aufgepasst.

Weltweit sind die Konjunkturstrohfeuer wirkungslos verpufft, ohne einen selbsttragenden Aufschwung auszulösen. Die derzeitige Situation ist um ein Vielfaches gefährlicher, als noch vor 3 Jahren.

Seit Ende der Kreditorgie haben die PIGGS nicht nur kein Geschäftsmodell mehr, sondern auch explodierende Ausgaben für Soziales und Zinsen und gleichzeitig wegbrechende Steuereinnahmen. Adäquat zu den USA und dem UK.

+++ unser erträumter Aufschwung – eine Fata Morgana +++
Aber es war ein schöner Traum.

Account gelöscht!

08.07.2011, 11:06 Uhr

Ein Land was nur noch auf Export aufgebaut ist, wird gnadenlos untergehen. Unserem Binnenmarkt nutzt dieser Exportboom nichts.
Und es sind auch Luftblasen, denn wir exportieren auch viel in europ. Länder, die die Waren gar nicht bezahlen können.
Die nächste Krise steht quasi schon vor der Tür, denn dieses Export-Luftgeschäft wird platzen

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