Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.02.2014

10:24 Uhr

Konjunkturdaten

Ifo-Index und höhere Inflation dämpfen Zinsfantasie

Viele Experten erwarten eine weitere Zinssenkung der EZB im März. Die neuen Zahlen vom Ifo-Index und zur Inflation nähren allerdings Zweifel, ob es dazu kommt. Sie fielen besser aus als erwartet.

Konjunktur im Aufwärtstrend: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar überraschend weiter verbessert. dpa

Konjunktur im Aufwärtstrend: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar überraschend weiter verbessert.

MünchenDie Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar überraschend weiter verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg den jüngsten Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten zum Trotz im zweiten Monat des Jahres von 110,6 auf 111,3 Punkte. Dies teilte das Ifo Institut am Montag in München mit. Experten hatten eigentlich mit einem kleinen Rückgang um 0,1 Punkte gerechnet. Der Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft.

Gleichzeitig fielen die aktuellen Zahlen zur Preisentwicklung in der Euro-Zone etwas höher als zunächst gedacht. Die jährliche Teuerungsrate lag im Januar wie bereits im Vormonat unverändert bei 0,8 Prozent. Das teilte das EU-Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mit. Damit revidierten die Statistiker ihre erste Schätzung von Ende Januar von 0,7 Prozent.

Die guten Ifo-Zahlen stützen die Auffassung der EZB, dass sich die Wirtschaft im Euroraum allmählich erholt. „Die aktuelle Geschäftslage ist von den Unternehmen deutlich besser bewertet worden als im Vormonat“, sagte Ifo-Präsident Hans Werner Sinn. Die Erwartungen hingegen trübten sich ein wenig ein, seien jedoch weiter positiv. „Die deutsche Wirtschaft behauptet sich in einer wechselhaften Großwetterlage“, sagte Sinn.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Bereits seit März 2013 hält sich der Geschäftsklimaindex über der Marke von 100 Punkten. Den letzten kleinen Rückgang hatte er im Oktober des vergangenen Jahres verzeichnet. Erst nach drei Veränderungen in eine Richtung sprechen Volkswirte von einer möglichen Trendwende. Der Ifo-Index wird monatlich durch die Befragung von rund 7000 Unternehmen ermittelt.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex gilt als wichtiges Barometer für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Lange bevor sich das Auf und Ab in amtlichen Zahlen niederschlägt, bildet der seit Jahrzehnten erhobene Wert recht zuverlässig die Lage ab. Dafür befragen die Wirtschaftsforscher des Münchner Ifo Instituts einmal pro Monat rund 7000 Firmen – von kleinen Geschäften bis hin zu großen Konzernen mit tausenden Beschäftigten. Rund ein Dutzend Fragen werden zur Einschätzung der aktuellen Lage und zu den Erwartungen für die nächsten sechs Monate gestellt. Aus den Antworten werden die drei Indizes zum Geschäftsklima, zur Lage und zu den Erwartungen erstellt.

Weltwirtschaft

Wirtschaft nimmt Fahrt auf

Weltwirtschaft: Wirtschaft nimmt Fahrt auf

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

janeeisklar

24.02.2014, 11:32 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Account gelöscht!

24.02.2014, 12:34 Uhr

Einfach nur noch laecherlich, dieses cut/paste des HB aus den Regierungsmarionetten Agenturen!
Die in Deutschland fuer die wirtschaftliche Entwicklung wichtigste Branche, der Maschinenbau meldet seit Monaten ruecklaeufige Geschaefte und da wird eine Zahl aufgebauscht von 0,?, die resultiert alleine aus dem lesen des Kaffeesatzes, ohne jegliche nachweisbare Fakten, genaehrt nur von unverbindlichen Umfragen und vagen Vermutungen!
Als Medium der Wirtschaft, wie sich das HB gerne schmuecken moechte, ist eine solche unkommentierte uebernahme von Regierugspropaganda (Goebbles laesst gruessen) nur noch zum Erbrechen geeignet!

Hegglin

24.02.2014, 12:41 Uhr

Die guten Ifo-Zahlen stützen die Auffassung der EZB, dass sich die Wirtschaft im Euroraum allmählich erholt.

Es ist ein Wunder geschehen, die EZB nimmt an das wenn der IFO Geschäftsklimaindex gestiegen ist dann ist die Wirtschaftskrise in der EU überwunden. Wenn mich nicht alles Täuscht, hat die EU 28 Mitglieder.
Ich finde es Toll das es der Deutschenwirtschaft gut geht, und sich in der Krise gut behauptet. Aber das hat nichts mit dem gesammt Zustand der EU zutun.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×