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29.08.2013

17:12 Uhr

Konjunkturdaten

US-Wirtschaft kommt in Schwung

Anleger schaufeln mehr Geld ins Land, die Exporte ziehen an, der Konsum steigt: Schritt für Schritt nimmt die Wirtschaft der USA Fahrt auf. Die jüngsten Schätzungen fallen besser aus als angenommen.

Blick auf den Times Square in New York: Das Bruttoinlandsprodukt legte von April bis Juni zu. AFP

Blick auf den Times Square in New York: Das Bruttoinlandsprodukt legte von April bis Juni zu.

WashingtonDie Wirtschaft der USA ist im zweiten Quartal stärker gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltweit größten Volkswirtschaft legte von April bis Juni aufs Jahr hochgerechnet um 2,5 Prozent zu. Das teilte das US-Handelsministerium nach einer zweiten Schätzung am Donnerstag in Washington mit.

Grund für den Schub sei ein Aufschwung bei den Exporten und ein langsamerer Rückgang staatlicher Ausgaben. Auch der private Konsum trug dazu. Zuvor hatten die Volkswirte lediglich 1,7 Prozent Wachstum für das zweite Quartal erwartet. Diese Schätzung wurde nun deutlich nach oben korrigiert. Zum Jahresbeginn waren die USA mit 1,1 Prozent noch nicht mal halb so stark wie im zweiten Quartal gewachsen.

Die erfreulichen Daten schüren gleichzeitig Befürchtungen, dass die US-Notenbank Fed ihrer lockeren Geldpolitik ein baldiges Ende setzen könnte. Der deutsche Leitindex Dax rutschte nach den Daten aus Washington zeitweise ins Minus.

Das sind die wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt

Platz 1

Hongkong

Platz 2

USA

Platz 3

Schweiz

Platz 4

Singapur

Platz 5

Schweden

Platz 6

Kanada

Platz 7

Taiwan

Platz 8

Norwegen

Platz 9

Deutschland

Platz 10

Katar

Quelle

IMD-„World Competitiveness Ranking“ 2012.

Die Schweizer Business-School IMD veröffentlich seit 1989 jährlich ihr Wettbewerbsranking. Dazu befragen die Wissenschaftler mehr als 4200 internationale Geschäftsleute. Die Länder werden nach über 300 Kriterien bewertet.

Der Leitzins befindet sich seit Ende 2008 auf dem historischen Tiefstand zwischen Null und 0,25 Prozent. Erst wenn die Arbeitslosenquote unter 6,5 Prozent gefallen ist und sich „substanziell“ verbessert hat, will sich die Fed nach früheren Angaben von der sehr lockeren Geldpolitik abwenden und ihre Billiggeld-Flut zur Stützung der Wirtschaft abebben lassen.

Während die Arbeitslosenquote in den USA mit 7,4 Prozent nach wie vor hoch bleibt, fielen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche etwas stärker als erwartet. Im Vergleich zur Vorwoche sanken sie um 6000 auf 331.000 Anträge, wie das US-Arbeitsministerium berichtete. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt stieg die Zahl hingegen um 750 auf 331.250 Anträge.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Traeumt_weiter

29.08.2013, 17:33 Uhr

"US-Wirtschaft kommt in Schwung"

War gerade wieder 4 Wochen drüben.

Naja, wer der Propaganda-Presse und den gefälschten Zahlen glaubt, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

Selbst 2009 und 2010 habe ich nicht so viele Bettler und so viel Elend gesehen.
Selbst wenn man das ignoriert, redet doch mal mit den Leuten drüben. Jeder halbwegs Gescheite drüben merkt, was abgeht. Die Mittelschicht wird ausgerottet ...

xroth

29.08.2013, 18:15 Uhr

16,7 Billionen schulden,Infrastruktur,Arbeitsolose,Oktober ende der Schuldenobergrenze,wer nicht weiter weiß.... führt Krieg. Der kommt bestimmt /Putin,Hollande,Cameron,alle am ende ihrer Pölitik.

Account gelöscht!

29.08.2013, 18:49 Uhr

Die USA haben kürzlich die Berechnung des BIPs geändert und darin weitere "ideelle Leistungen" hineingepackt, die bisher nicht enthalten waren. Und jetzt stellen sie entzückt fest, daß das BIP höher ist! Es ist wirklich UNGLAUBLICH!

Und das HB berichtet ganz ernst darüber - ohne hierauf einzugehen. Naja, wir wissen mittlerweile, was wir von staatlichen Statisken und von der Berichterstattung durch die Qualitätspresse zu halten haben.

Geld fließt übrigens gerade in die Industrieländer, nicht weil dort die Konjunktur läuft oder weil diese so "schön" sind, sondern weil die Schwellenländer - wo dieses Geld investiert war - gerade kollabieren. Das ist natürlich BULLISH!

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