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01.07.2011

09:01 Uhr

Konjunkturindikator

Chinas Industrie wächst kaum noch

Die Unternehmen kämpfen mit schwächerer Nachfrage aus dem Ausland - der Notenbank kommt das nicht ungelegen.

Arbeiter in Peking. Quelle: Reuters

Arbeiter in Peking.

PekingChinas Industrie ist im Juni kaum noch gewachsen. Der offizielle Einkaufsmanagerindex sank auf 50,9 von 52,0 Punkten im Vormonat, wie der Branchenverband Logistik und Einkauf am Freitag mitteilte. Damit fiel das Barometer auf den tiefsten Stand seit 28 Monaten, notierte aber noch über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Von Reuters befragte Experten hatten nicht mit einem derart starken Rückgang gerechnet. Ein weiterer Einkaufsmanagerindex der Bank HSBC ging sogar auf 50,1 Punkte zurück und notierte damit nur noch hauchdünn im Wachstumsbereich. Zu schaffen macht den Unternehmen die deutlich geringere Nachfrage aus dem Ausland. Doch auch die zunehmend restriktive Politik der Notenbank dämpft die Geschäfte der Firmen.

Die chinesische Notenbank hat zuletzt mehrfach die geldpolitischen Zügel angezogen, um den Preisdruck zu bekämpfen und eine konjunkturelle Überhitzung zu verhindern. Die jüngsten Umfrage-Daten zur Industrie signalisieren zwar keinen Abbruch des Wachstums in China. Manche Experten rechnen nun aber damit, dass die Notenbank auf einen lockereren Kurs umschwenkt, um eine allzu harte Landung der Wirtschaft zu verhindern. Chen Xingdong von BNP Paribas erwartet ein Wachstum von acht Prozent - möglicherweise zu wenig für die Regierung in Peking, wenn damit nicht genügend neue Jobs geschaffen werden.

Die Teuerungsrate in China lag im Mai mit 5,5 Prozent auf dem höchsten Stand seit 34 Monaten und dürfte im Juni weiter auf sechs Prozent steigen. Erst vor wenigen Tagen hatte Ministerpräsident Wen Jiabao erstmals signalisiert, dass es seiner Regierung schwer fallen dürfte, ihr Inflationsziel von vier Prozent in diesem Jahr zu erreichen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Worldwatch

01.07.2011, 09:37 Uhr

Die staatlichen Restriktionen und faktischen Erwerbsverbote auf dem Immobilien- wie Kfz-Markt, insb. in wirtschaftl. starken Regionen, machen sich nun bemerkbar.
Die beiden betroffenen Marktseiten waren die Zugpferde im Inlandskonsum.

Die geschwaechte Auslandsnachfrage laesst sich zuvorderst mit dem Schwaecheln der -bisherigen- Lokomotivmaerkte fuer China, den USA und EU, erklaeren.

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