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26.01.2010

16:32 Uhr

Konjunkturoptimismus

IWF hebt weltweite Prognosen deutlich an

Der Internationale Währungsfonds hat seine weltweiten Wachstumsprognosen deutlich angehoben. Wichtige Impusle erhoffen sich die Ökonomen aus Indien und China, davon profieren könnte die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Gleichzeitig zeigen die Wissenschaftler aber auch die drohenden Risiken auf.

Containerverladung im Hamburger Hafen: IWF hebt Prognosen an. ap

Containerverladung im Hamburger Hafen: IWF hebt Prognosen an.

HB BERLIN. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine weltweiten Wachstumsprognosen auf breiter Front angehoben. Für Deutschland erhöhte er seine Schätzung für das laufende Jahr auf 1,5 Prozent und damit um 1,2 Prozentpunkte gegenüber seiner bisherigen Annahme, wie aus dem Weltwirtschaftsausblick vom Dienstag hervorgeht. Für das kommende Jahr könnte sich die Erholung hier auf 1,9 Prozent beschleunigen. Im Weltmaßstab erwartet der IWF ein Plus der Wirtschaftsleistung von 3,9 Prozent in diesem Jahr - eine Erhöhung der bisherigen Schätzung um 0,8 Punkte - und von 4,3 Prozent im nächsten Jahr. Größter Wachstumstreiber sei China mit einem Plus von zehn Prozent in diesem und 9,7 Prozent im nächsten Jahr. Die weltweit größte Volkswirtschaft, die der USA, wird dem Fonds zufolge in diesem Jahr 2,7 Prozent und im nächsten 2,4 Prozent zulegen.

Damit stellt sich die weltwirtschaftliche Erholung kräftiger dar als noch vor wenigen Monaten erwartet. Allerdings werde die Entwicklung regional betrachtet sehr unterschiedlich ausfallen, mahnte der Währungsfonds. Hauptfaktor hinter der Erholung seien die milliardenschweren Konjunkturprogramme in den großen Industrie- und Schwellenländern. Der Fonds warnte davor, von diesen zu schnell Abschied zu nehmen. Auf kürzere Sicht brauche die Konjunktur diesen Impuls noch, denn noch sei der Aufschwung weiterhin nicht selbsttragend.

Die Anhebung der Wachstumsschätzung durch den Fonds fällt im Rahmen der Industrieländer für Deutschland mit am stärksten aus. Deutschland dürfte damit auch erheblich stärker zulegen als der Euro-Raum. Für den sagt der Fonds in diesem Jahr ein Plus von einem Prozent und im nächsten Jahr eines von 1,6 Prozent voraus. Die Industrieländer insgesamt sollten 2010 um 2,1 Prozent und 2011 um 2,4 Prozent wachsen. Gemessen an früheren Zeiten bleibt das Tempo der Erholung in diesen Ländern aber relativ moderat.

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