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18.06.2011

09:50 Uhr

Konjunkturprognose

IWF erwartet trotz Schuldenkrise Wachstumsschub für Europa

Wie wirkt sich die Schuldenkrise auf die Konjunktur aus? Nach Einschätzung des IWF wird es im Euro-Raum trotzdem mehr Wachstum geben. Für die Weltwirtschaft hingegen sehen die Prognosen etwas schlechter aus.

Containerhafen: Die Weltwirtschaft wird laut IWF etwas langsamer wachsen. Quelle: Reuters

Containerhafen: Die Weltwirtschaft wird laut IWF etwas langsamer wachsen.

WashingtonTrotz der Schuldenkrise in Griechenland, Irland und Portugal erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für die 17 Staaten des Euro-Raums in diesem Jahr ein stärkeres Wachstum. In seinem jüngsten Bericht hob der IWF am Freitag in Washington seine Prognose von 1,6 Prozent im April auf 2,0 Prozent an. Getragen werde das Wachstum von höheren Investitionen in Deutschland und Frankreich.

Gleichwohl stellt vor allem die massive Staatsverschuldung Griechenlands nach IWF-Einschätzung über Europa hinaus eine Gefahr für die Weltwirtschaft dar. Investoren seien zunehmend darüber in Sorge, dass die griechische Regierung die notwendigen Maßnahmen zur Abwendung eines Staatsbankrotts nicht durchsetzen könne.

Für Deutschland erwartet der IWF nach einem Wachstum von 3,5 Prozent im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 3,2 Prozent in diesem Jahr. Im kommenden Jahr werde mit einem Wachstum von 2,0 gerechnet.

Frankreich werde nach 1,4 Prozent 2010 in diesem Jahr ein Wachstum von 2,1 und 2012 von 1,9 Prozent erreichen. Spanien werde nach -0,1 Prozent im vergangenen Jahr dieses Jahr mit 0,8 Prozent wieder ins Plus drehen und 2012 auf ein Wachstum von 1,6 Prozent kommen können, hieß es weiter.

Nach Einschätzung des IWF stellt die griechische Schuldenkrise über Europa hinaus dennoch eine Gefahr für die Weltwirtschaft dar. In seiner Finanzprognose erklärte der IWF, Investoren seien zunehmend darüber in Sorge, dass die griechische Regierung die notwendigen Maßnahmen zur Abwendung eines Staatsbankrotts nicht durchsetzen könne.

Die Weltwirtschaft werde in diesem Jahr mit voraussichtlich 4,3 Prozent etwas weniger als noch im April geschätzt wachsen. Damals war noch ein Wachstum von 4,4 Prozent erwartet worden. Das Wachstum könne wegen der gewaltigen Staatsdefizite in den USA und Japan und den damit verbundenen Problemen noch geringer ausfallen. Für die USA prognostizierte der IWF ein Wachstum von 2,5 Prozent in diesem Jahr, das sind 0,3 Prozent weniger als in seinem Ausblick im April.

Von

dapd

Kommentare (42)

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otto15

18.06.2011, 10:43 Uhr

Trotz schuldenkrise Wachstum - ja solange Schulden mit noch mehr Schulden bekämpft werden, ist das kein Wunder. Bis es kracht...

Wutbuerger

18.06.2011, 11:09 Uhr

Schwachsinn !!!!
Alles steht auf der Kippe.....dutzende von Damoklesschwertern warten nur darauf wie Dominosteine angestossen zu werden.
Trotzdem lassen sich noch sehr viele Menschen täuschen und für dumm verkaufen.......leider

Account gelöscht!

18.06.2011, 11:09 Uhr

„Getragen werde das Wachstum von höheren Investitionen in Deutschland und Frankreich“. So so.

Diese Aussage kann man konkretisieren: In den letzten 3 Jahren hat die Deutsche Bundesbank den Zentralbanken der PIIGS ca. 340 Mrd. € überwiesen, damit die unsere Rechnungen für deren Träume auf 4 Rädern Made in Germany bezahlen können.

Parallel dazu hat die EZB ca. 200 Mrd. € wertlose Staatsanleihen der PIIGS aufgekauft, damit denen die öffentliche Ordnung nicht zusammenbricht.

Der wahre Grund dafür, weshalb sich die EZB gegen einen Schuldenschnitt sperrt. Ich bin sogar davon überzeugt, dass über andere noch kriminellere Umwege noch mehr Milliarden an die PIIGS ausbezahlt wurden und werden, damit der Kollaps noch a bissl rausgeschoben wird.

Noch sind nicht alle Sparguthaben der Deutschen an die PIIGS verschenkt worden. Das ist Hochverrat!! Und wie man mit Hochverrätern umgeht kann man in den Geschichtsbüchern nachlesen.

Auf was warten wir noch?

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