Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.03.2013

15:38 Uhr

Konjunkturprognose

OECD erwartet längeren Aufwärtstrend in China

Chinas Wirtschaft könnte in Zukunft wieder stärker wachsen. Obwohl sich die Konjunktur im vergangenen Jahr verlangsamt hatte, rechnet die OECD für die Zukunft wieder mit einem klaren Aufwärtstrend.

Der größte Containerhafen in Shanghai. Chinas Konjunktur wird laut OECD-Prognose in den kommenden Jahren wieder anziehen. dpa

Der größte Containerhafen in Shanghai. Chinas Konjunktur wird laut OECD-Prognose in den kommenden Jahren wieder anziehen.

PekingChinas Wirtschaft dürfte nach Ansicht der OECD künftig wieder stärker wachsen. In diesem Jahr sei ein Anziehen der Konjunktur um 8,5 Prozent zu erwarten, das sich 2014 auf 8,9 Prozent beschleunigen sollte, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Freitag in einem China-Bericht mit. Darin zeichnet die Industriestaatengruppe ein Bild mit weitgehend rosigen Perspektiven für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Kurzfristige Risiken seien die Auslandsnachfrage, für positive Impulse dürften jedoch die Investitionen sorgen. Vor allem bei der Infrastruktur sieht die OECD noch enormen Nachholbedarf. „Wir sind zuversichtlich, was die Investitionen angeht, da die Rendite hoch bleiben dürften“, sagte OECD-Experte Richard Herd.

Die neue Regierung in Peking hat für die Wirtschaft 2013 ein Wachstumsziel von 7,5 Prozent ausgegeben. Im vergangenen Jahr war das Bruttoinlandsprodukt noch um 7,8 Prozent gestiegen. Von solchen Werten können westliche Industriestaaten nur träumen - für China war es jedoch das schlechteste Ergebnis seit 1999. Einige Ökonomen gehen davon aus, dass die Wachstumsraten Ende des Jahrzehnts näher an fünf Prozent dran sind als an den zehn Prozent im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre. Die OECD rechnet damit, dass China die USA bereits 2016 als größte Wirtschaftsmacht der Welt ablöst.

Die OECD bescheinigte China Fortschritte bei der Sozialverträglichkeit seines Wachstums. Das Reich der Mitte müsse seinen Reformkurs allerdings weitergehen, um den Lebensstandard der Bevölkerung weiter zu erhöhen und die Wirtschaft ökologischer zu gestalten. Zu den wichtigsten Schritten gehöre neben der Deregulierung der Zinsen und der Energiepreise mehr Wettbewerb auf Märkten, die staatliche Betriebe dominierten.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×