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29.11.2011

11:46 Uhr

Konjunkturprognose

Paris bleibt bei 1,0 Prozent Wachstum

Der Pessimismus der OECD lässt Frankreichs Budgetminister Valérie Pécresse offenbar kalt. Ungeachtet aller Rezessionswarnungen sieht er Frankreichs Wachstum im kommenden Jahr weit über der Prognose der OECD.

Arbeiter im Hafen von Saint Nazaire. AFP

Arbeiter im Hafen von Saint Nazaire.

ParisFrankreich hält ungeachtet der jüngsten pessimistischen OECD-Konjunkturprognose an seinem Wachstumsziel von 1,0 Prozent für seine Wirtschaft im Jahr 2012 fest. Budgetministerin und Regierungssprecherin Valérie Pécresse erklärte am Dienstag im TV-Sender France 2, ein neues Sparprogramm sei nicht nötig. Die bisherige Planung enthalte zudem eine „Sicherheitsmarge“ von sechs Milliarden Euro.

Die OECD hatte am Vortag betont, die Eurozone rutsche kurzfristig in eine „milde“ Rezession. Die OECD-Experten senkten die Wachstumsprognose für Frankreich von 2,1 auf 0,3 Prozent. Paris rechnet im kommenden Jahr jedoch weiter mit 1,0 Prozent Wirtschaftswachstum.

Pécresse betonte, die deutsche und die französische Regierung seien in engem Kontakt bei ihren Reformplänen für die Euro-Zone. „Wir arbeiten mit unseren deutschen Partnern zusammen, um einen Pakt mit stärkerer Disziplin in der Euro-Zone vorzuschlagen: Die Rückkehr zum ausgeglichenen Haushalt, die „Goldene Regel“ (für eine Defizitreduzierung) für alle Staaten und zugleich mehr Solidarität in der Euro-Zone, mit stärkeren (...) und wirksameren Institutionen.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Nicolas Sarkozy hatten vergangene Woche entsprechende Reformpläne in Aussicht gestellt. „Wir werden uns ganz sicher in Richtung auf eine besser integrierte Haushaltskonsolidierung bewegen müssen, auf die fiskalische Konvergenz mit unseren Nachbarn“, betonte Wirtschaftsminister François Baroin am Dienstag im Rundfunksender France Info. Mit Blick auf einen möglichen Stabilitätspakt meinte er: „Es wird ganz sicher Initiativen und gemeinsame deutsch-französische Vorschläge dazu geben“.

Von

dpa

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