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28.09.2011

20:50 Uhr

Konjunkturprognose

Schweizer bekommen den Abschwung zu spüren

VonHolger Alich

Die Schweiz verfügt über eine exzellente Arbeitslosenquote und gute Exportzahlen. Dennoch wird sich der Abschwung der Weltwirtschaft auch bei den Eidgenossen bemerkbar machen - erste Gewitterwolken ziehen bereits auf.

Die Abkühlung der Weltwirtschaft wird auch an der Schweiz nicht spurlos vorbei gehen. dpa

Die Abkühlung der Weltwirtschaft wird auch an der Schweiz nicht spurlos vorbei gehen.

ZürichDie Krise der Euro-Zone und die Abkühlung der Weltwirtschaft werden auch in der Schweiz erste Spuren hinterlassen. Derzeit revidieren Ökonomen reihenweise ihre Wachstumsprognosen für die Eidgenossen nach unten. Hauptursache sind die schlechteren Exportperspektiven in Verbindung mit dem nach wie vor überbewerteten Schweizer Franken.

Vergangene Woche senkte die Regierung ihre Prognose. Gestern zogen die Konjunkturforscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) nach. Sie stuften ihre Prognose für 2012 um 0,4 Punkte auf 1,5 Prozent herunter. „Die Exportdynamik wird sich verlangsamen, auch wenn sich bisher die Exporte robust gezeigt haben“, erklärte der Leiter der ETH-Konjunkturforscher, Jan-Egbert Sturm.

Der Ökonom lobte dabei die Arbeit der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Sie hatte eine Kurs-Untergrenze des Franken gegenüber dem Euro von 1,20 Franken je Euro festgelegt, um die weitere Aufwertung der Schweizer Währung zu stoppen. Bisher hat die Untergrenze gehalten und gibt damit den Unternehmen in der laufenden Budgetphase Planungssicherheit.

Die Schweiz hängt wie Deutschland stark von ihrer Exportwirtschaft ab – was den Franken-Kurs zu einer wichtigen Größe macht. Die Ausfuhren der Schweizer Unternehmen tragen rund die Hälfte zur Wirtschaftsleistung bei. Wiederum rund die Hälfte dieser Exporte geht an Kunden in der Euro-Zone. Daher hat die Schweiz ein großes Interesse daran, dass die Europäer ihre Währungsunion zusammenhalten.

Kommentare (1)

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gabsch

28.09.2011, 22:21 Uhr

Mag ja sein,daß die Schweizer auch den Abschwung spüren.
Deutsche Zeitungen schreiben das irgendwie gern-hmm so quasi,
auch die haben Sorgen!
Nur diese Sorgen hätten wir halt auch gern.Die sitzen dort in der
1.Reihe und schauen uns beim Euro-Trauerspiel zu.
Während das Krokodil den Schweizern nur das Bein aufritzt,frißts
den Deutschen und Österreichern das Bein weg. Kleiner
Unterschied halt...

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