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03.07.2012

00:00 Uhr

Konjunkturumfrage

Euro-Krise macht deutsche Manager nervös

VonHans Christian Müller-Dröge, Axel Schrinner

ExklusivDer Optimismus der deutschen Manager lässt nach. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Doch der Pessimismus in Deutschland ist längst noch nicht so ausgeprägt wie im Rest der Euro-Zone.

Eine deutsche Flagge dapd

Eine deutsche Flagge

DüsseldorfDie Konjunkturerwartungen deutscher Manager sind im zweiten Quartal rapide gesunken. Das geht aus einer weltweiten Manager-Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton hervor, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Danach ist der entsprechende Indexwert für Deutschland im zweiten Quartal auf einen Wert von 40 gefallen. In den ersten drei Monaten des Jahres hatte er noch 64 betragen. „Der Rückgang zeigt, dass sich der Optimismus in Deutschland aktuell auf ein normales Maß einpendelt“, sagte Klaus-Günter Klein, Vorstandschef von Warth & Klein Grant Thornton. Die Wirtschaftsprüfer befragen regelmäßig rund 3000 Führungskräfte in 40 Ländern, wie sich ihre Geschäfte und die Konjunktur ihres Landes voraussichtlich entwickeln werden.

Vor allem die Zahl der jener deutschen Manager, die für die Konjunkturentwicklung der nächsten zwölf Monate „sehr optimistisch“ sind, ging im Frühjahrsquartal stark zurück. Lediglich sechs Prozent gaben sich im Frühjahr noch sehr zuversichtlich; im ersten Quartal hatten sich noch 18 Prozent so geäußert. Gleichzeitig verdoppelte sich der Anteil der Befragten mit leicht pessimistischen Erwartungen von acht auf 16 Prozent. Im Detail ist vor allem der Anteil derer, die mit steigenden Umsätzen und Profiten rechnen, gesunken. Allerdings planen derzeit deutlich mehr Unternehmen, demnächst mehr in Forschung und Entwicklung zu investieren.

Dennoch ist der Pessimismus in Deutschland längst noch nicht so ausgeprägt wie im Rest der Euro-Zone: Hier erwartet die Mehrheit der Befragten nach wie vor eine Verschlechterung der Wirtschaftslage. Spanien führt dabei die Rangliste der Pessimisten an, mit einem Indexwert von -66. Damit liegt das Land noch vor Griechenland (-58) und Frankreich (-26). In Italien hat sich die Stimmung dagegen wieder leicht ins Positive gedreht (8).

Während in den Schwellenländern der Optimismus ebenfalls mehrheitlich etwas nachgelassen hat, stehen die Signale in den USA eindeutig auf Wachstum: Der Index-Wert steigt und beträgt derzeit 50 Punkte. 65 Prozent der befragten Amerikaner äußerten sich hier zuversichtlich für die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten, nur 15 Prozent waren pessimistisch.

 

Kommentare (3)

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03.07.2012, 08:23 Uhr

"Doch der Pessimismus in Deutschland ist längst noch nicht so ausgeprägt wie im Rest der Euro-Zone. "

Das ist ja keine Kunst, da die anderen noch mehr im Eimer sind als wir und wir Volltrottel dennoch zahlen wie die Idioten.

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03.07.2012, 08:32 Uhr

Autoverkauf Italien deutsche Hersteller inkl VW minus 28% zum Vorjahresmonat.
Warum lese ich das auf einem Blog und nicht im Handelsblatt?
Hallo?! Umsatz der deutschen PKW-Hersteller implodiert in einem grossen EU-Land um mehr als ein Viertel und das steht hier nicht auf der Startseite?

Account gelöscht!

03.07.2012, 08:32 Uhr

Übt druck auf Eure Bundestagsvertreter über Abgeordnetenwatch aus! Das ist das Mindeste, was Ihr tun könnt!!!

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