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20.12.2013

08:34 Uhr

Konsumklima-Barometer

Konsumenten starten optimistisch ins neue Jahr

Sparen ist unattraktiver denn je und die Konjunktur zieht an – wann wenn nicht jetzt sollte man sich einen neuen Fernseher oder ein neues Auto leisten? Die deutschen Verbraucher liebäugeln mit großen Einkäufen im Januar.

Zwei kleine Plastikfiguren mit Einkaufswagen. Die Stimmung der Konsumenten ist so gut wie seit über sechs Jahren nicht mehr. dpa

Zwei kleine Plastikfiguren mit Einkaufswagen. Die Stimmung der Konsumenten ist so gut wie seit über sechs Jahren nicht mehr.

BerlinDie deutschen Verbraucher gehen mit großer Zuversicht ins neue Jahr. Die Stimmung der Konsumenten ist derzeit so gut wie seit über sechs Jahren nicht mehr. Für Januar sagen die GfK-Marktforscher einen überraschenden Anstieg ihres Konsumklima-Barometers um 0,2 auf 7,6 Punkte voraus, wie die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Freitag mitteilte. Demnach setzen die Bürger auf eine anziehende Konjunktur und liebäugeln mit größeren Einkäufen. Wegen der niedrigen Zinsen wird es immer unattraktiver, Geld auf die hohe Kante zu legen: Die von der GfK errechnete Sparneigung fiel auf ein Rekordtief.

„Der gute Start des Konsumklimas in das Jahr 2014 signalisiert, dass auch im kommenden Jahr die Binnennachfrage eine wichtige Rolle spielen wird“, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Denn der stabile Arbeitsmarkt, Aussichten auf steigende Einkommen und ein geringe Inflation sorgten für ein gutes Umfeld. „Nach Einschätzung der Konsumenten nimmt die deutsche Wirtschaft mehr und mehr Fahrt auf.“

Die Verbraucher bewerten in der GfK-Umfrage ihre eigene, künftige Finanzlage allerdings nicht mehr ganz so günstig wie bisher. Dies könne mit den Koalitionsplänen von Union und SPD zusammenhängen. Die Regierung will Mütterrenten erhöhen. Zudem sollen Menschen mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen können, wenn sie 45 Jahre lang gearbeitet haben. „Offenbar befürchten einige Verbraucher, dass durch die gefassten Beschlüsse künftig finanzielle Belastungen zur Finanzierung dieser Sozialleistungen auf sie zukommen“, sagte Bürkl.

Die Kauflaune der Menschen - die GfK spricht von der sogenannten Anschaffungsneigung - ist derzeit so gut wie seit Dezember 2006 nicht mehr. Damals stand eine Erhöhung der Mehrwertsteuer unmittelbar bevor.

Von

rtr

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