Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.10.2014

09:49 Uhr

Konsumklima gestiegen

Deutschland hat wieder Lust auf Geldausgeben

Die internationalen Krisen trüben die Kauflaune der Deutschen nicht. Das Konsumklima hat erstmals seit Monaten wieder zugelegt. Vor allem teure Güter stehen bei den Verbrauchern auf der Einkaufsliste.

Mit der Einkaufstüte unterwegs: Das Konsumklima ist in Deutschland erstmals seit Juli gestiegen. dpa

Mit der Einkaufstüte unterwegs: Das Konsumklima ist in Deutschland erstmals seit Juli gestiegen.

BerlinTrotz der internationalen Krisen hat sich die Laune der deutschen Verbraucher erstmals seit Juli wieder aufgehellt. Das Konsumklima für November stieg überraschend um 0,1 auf 8,5 Punkte, wie die Nürnberger GfK-Marktforscher am Freitag mitteilten. Zuletzt war das Barometer zweimal in Folge gesunken, da die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten die Konsumenten zunehmend verunsicherten.

Wie die aktuelle Umfrage ergab, schätzen die Bürger ihre künftige Finanzlage wieder besser ein. Zudem stieg ihre Bereitschaft, teure Güter wie Möbel oder Mofas zu kaufen. Die zuletzt starke Konjunkturskepsis der Deutschen legte nicht weiter zu.

„Die deutschen Verbraucher zeigen sich offenbar weniger beeindruckt von der anhaltend angespannten geopolitischen Lage und der damit einhergehenden konjunkturellen Abkühlung als noch im Monat zuvor“, sagte GfK-Fachmann Rolf Bürkl.

Umsatz des Einzelhandels in Deutschland im Internet insgesamt und im Weihnachtsgeschäft in den Jahren 2003 bis 2013

2003

Umsatz insgesamt: 11 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 2,8 Milliarden Euro

2004

Umsatz insgesamt: 13 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 3,3 Milliarden Euro

2005

Umsatz insgesamt: 14,5 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 3,6 Milliarden Euro

2006

Umsatz insgesamt: 16,3 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 4,1 Milliarden Euro

2007

Umsatz insgesamt: 18,3 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 4,6 Milliarden Euro

2008

Umsatz insgesamt: 20 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 5 Milliarden Euro

2009

Umsatz insgesamt: 21,9 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 5,5 Milliarden Euro

2010

Umsatz insgesamt: 23,7 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 5,9 Milliarden Euro

2011

Umsatz insgesamt: 26,1 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 6,5 Milliarden Euro

2012

Umsatz insgesamt: 29,5 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 7,4 Milliarden Euro

2013

Umsatz insgesamt: 33,1 Milliarden Euro*

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 8,5 Milliarden Euro*

* Prognose

Quelle: Statista.de

Zumal die Deutschen auch davon ausgehen, künftig mehr Geld im eigenen Portemonnaie zu haben. Der Grund: Der Arbeitsmarkt hierzulande ist weiter robust, die Löhne und Gehälter steigen. „In Verbindung mit einer Inflationsrate von derzeit deutlich unter einem Prozent sorgt dies für ein reales Einkommensplus“, schrieb die GfK.

Der private Konsum dürfte damit weiter entscheidend helfen, die Konjunktur anzukurbeln. Sollte sich die Lage in den Krisenregionen jedoch weiter verschärfen, könnte dies die Kauflaune eintrüben. „Vor allem ausbleibende Erfolge bei der Bekämpfung von Ebola oder eine weitere Ausbreitung der Seuche in Europa würden auch dem Konsumklima einen empfindlichen Schlag versetzen“, warnte Bürkl.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Peter Spiegel

24.10.2014, 11:58 Uhr

Ein Konsument in der EU mit voller Einkaufstasche,
daß ist bestimmt ein altes Bild oder ist es ein Steuersünder
auf dem Weg in die Schweiz?

Carl Icahn Jr.

24.10.2014, 12:11 Uhr

Na ja, aber irgendwann ist auch in einer Überflussgesellschaft ein Sättigungsgrad erreicht.

Was soll ich mit einem 5. Auto wenn schon 4 PS-Monster in meiner Garage stehen. Da geht es dann nur noch um Fahrzeug-Upgrade. Von 911 auf R8. Von R8 dann vielleicht auf Lamborghini oder Bentley (um als guter Patriot im Winterkorn Portfolio zu bleiben, und damit auch deutsche Arbeitsplätze zu sichern).

Und immer schön die Augen auf bei der Berufswahl. Jeder ist sein eigenes Glückes Schmied, und bekommt das was er verdient. C´est la vie.


Grüße aus Downtown-Mainhattan. Der schönsten Stadt Deutschlands. And the heartbeat of financial €urope and HQ of Super-Mario.

Carl Icahn Jr.
- selbst. Börsenhändler -
Algo- und System-Trading

Herr Thomas Podgacki

24.10.2014, 12:46 Uhr

Manche Leute haben Sorgen, WOW

Artikel:
Wie die aktuelle Umfrage ergab, schätzen die Bürger ihre künftige Finanzlage wieder besser ein. Zudem stieg ihre Bereitschaft, teure Güter wie Möbel oder Mofas zu kaufen.

Das Kaufverhalten verändert sich zu langlebigen Gütern hin. Ein solches Verhalten passiert nicht zufällig, sondern ganz bewusst. Solange es für den Euro noch reale Werte gibt, wandelt der Deutsche sein zinsloses Bankguthaben.
Verständlich nach der letzten Ankündigung der EZB über den Ankauf wertloser Schulverschreibungen mit AAA Rating.

Michel ist doch teilweise lernfähig. Ich bin stolz auf Dich.

Schönes Wochenende noch.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×