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23.02.2017

15:28 Uhr

Konsumverhalten

Trump trübt deutsche Verbraucherlaune

Das Konsumklima in Deutschland wird derzeit von US-Präsident Donald Trump und dessen protektionistischer Politik negativ beeinflusst. Auch die steigende Inflation dämpft die Konsumlaune der Deutschen.

Die Deutschen kaufen statistisch gesehen zwar noch immer gerne und viel ein, allerdings sehen die Marktforscher der Nürnberger GfK eine negative Beeinflussung des Kaufverhaltens durch eine höhere Inflation, sowie den Politikwechsel in den USA. dpa

Kauflaune gedämpft

Die Deutschen kaufen statistisch gesehen zwar noch immer gerne und viel ein, allerdings sehen die Marktforscher der Nürnberger GfK eine negative Beeinflussung des Kaufverhaltens durch eine höhere Inflation, sowie den Politikwechsel in den USA.

Berlin/NürnbergSteigende Preise und protektionistische Töne aus den USA belasten einer Umfrage zufolge das Konsumklima in Deutschland. Die Marktforscher der Nürnberger GfK sagen für März eine Eintrübung ihres Stimmungsbarometers um 0,2 auf 10,0 Punkte voraus. Dies ist der erste Rückgang nach drei Anstiegen in Folge. „Der Regierungswechsel in den USA und die zuletzt deutlich gestiegene Inflation haben der überaus guten Konsumstimmung im Februar einen Dämpfer versetzt“, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl am Donnerstag zur Befragung unter 2000 Bürgern. Der private Konsum hatte Ende 2016 zusammen mit den Flüchtlingsausgaben und den Bauinvestitionen das Wirtschaftswachstum angekurbelt.

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Der neue US-Präsident Donald Trump hat wiederholt angekündigt, die US-Märkte abzuschotten. Viele Ökonomen sehen dies als Risiko für den Welthandel und damit auch für die deutschen Exporteure. Das Münchner Ifo-Institut konnte in seiner jüngsten Umfrage zum Geschäftsklima bei Unternehmen allerdings keinen negativen „Trump-Effekt“ feststellen.

Die GfK, die jedoch die Menschen in ihrer Erhebung nicht direkt dazu befragt hat, sieht dies aber anders: „Offenbar sorgt die Politik des neuen US-Präsidenten für Verunsicherung und leichte Konjunktursorgen bei den Konsumenten“, sagte Bürkl. Die Pläne der US-Regierung ließen vor allem bei Beschäftigten stark exportorientierter Branchen Zweifel an der Sicherheit des eigenen Jobs aufkommen. Die Neigung, teure Güter wie Autos zu kaufen, ging ebenso zurück wie die Erwartungen an die eigenen Finanzen. Als Stimmungsbremse erwies sich laut GfK auch die Inflation, die zuletzt auf 1,9 Prozent nach oben schnellte. Gestiegene Preise für Öl und Nahrungsmittel sorgen dafür, dass die Bürger weniger Geld für andere Ausgaben in der Tasche haben.

Kommentare (1)

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Herr Bernhard Ramseyer

23.02.2017, 16:43 Uhr

"Offenbar sorgt die Politik des neuen US-Präsidenten für Verunsicherung".

Ich denke über den Kauf eines 6.2 Liter V8 Camaros nach.

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