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21.01.2015

14:07 Uhr

Kontaktbörse Davos

Auch die Liebe zählt

Seit 1971 findet der Weltwirtschaftsgipfel in Davos statt. Dort werden vor allem Geschäfte gemacht – aber nicht nur. Gipfel-Veteranen treffen alte Freunde wieder und ein Vorstandschef hat dort seine Frau kennengelernt.

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DavosAuf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos finden die Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft nicht nur Geschäftskontakte – auch die Liebe kann inbegriffen sein. So hat Martin Sorrell, Vorstandschef der Werbeagentur WPP, hier vor acht Jahren seine Frau kennengelernt.

Für viele Manager, Investoren und Politiker ist das Datum im Januar fest im Kalender eingetragen. Eine knappe Woche lang pflegen sie in dem Wintersportort Beziehungen, schließen Deals ab und fahren vielleicht etwas Ski. Angenehm, dass es neben den Diskussionsrunden und Hinterzimmergesprächen auch die eine oder andere Party gibt. In diesem Jahr sorgen die US-Musiker Will.i.am und Pharrell Williams für ein wenig Zerstreuung zwischen tiefschürfenden Debatten.

Der Champion der WEF-Besucher ist ein Deutscher: Wilfried Stoll von Festo Holding hat seit 1979 keine einzige Konferenz in Davos ausgelassen, wie die Veranstalter berichten. Der zweithäufigste Besucher ist der indische Milliardär Rahul Bajaj, der dieses Jahr zum 35. Mal am WEF teilnimmt.

Der niederländische Immobilienberater Cornelis van Zadelhoff kommt zum 34. Mal, während Helmut Aurenz, Leiter eines Düngemittelherstellers, auf 33 WEF-Besuche kommt. Bajaj sagt dazu: „Ich gehe nicht, um dort Geschäfte zu machen. Ich gehe dorthin, um alte Freunde zu treffen, neue kennenzulernen und Spaß zu haben.“

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Kriege in Nahost, Krisen in Osteuropa und der islamistische Terror. Dazu die Euro-Schuldenkrise und eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich. An Problemen mangelt es nicht beim Weltwirtschaftsforum – nur an Lösungen.

WEF-Gründer Klaus Schwab hat natürlich an allen 45 Foren seit dem ersten im Jahr 1971 teilgenommen. Damals hieß die Veranstaltung noch European Management Forum und zählte rund 500 Teilnehmer aus 31 Nationen, die teilweise über die gesamten zwei Wochen des Forums blieben.

Inzwischen ist die Veranstaltung ordentlich gewachsen: Unternehmen zahlen Hunderttausende Dollar für die Teilnahme von Managern, dazu kommen noch Rechnungen für die Reise, das Hotel sowie Speisen und Getränke, die eine ähnliche Höhe erreichen können. Seit der Franken nicht mehr an den Euro gekoppelt ist, sind die laufenden Kosten für die Gäste noch einmal gestiegen.

Kommentare (1)

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Herr J.-Fr. Pella

21.01.2015, 14:49 Uhr

Jetzt und hier (Davos) wird Weltwirtschaftspolitik gemacht. Die Politiker sind nur zur Zierde da und um das Gewissen einiger Bevölkerungsschichten zu besänftigen.
Der "kleine Mann" bleibt wie immer nur Kleinvieh.(oder Stimmvieh)
Hoch lebe die Plutokratie.
Adieu soziale Marktwirtschaft und Tschüß Steuergerechtigkeit.
Die Bilderberg-Konferenz läßt grüßen.

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