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02.01.2015

15:03 Uhr

Konzerne trotzen Konjunktur

Autobauer sind Deutschlands Goldesel

Die deutschen Konzerne schlagen sich trotz weltweiter Krisen und schwacher Konjunktur im Euro-Raum hervorragend. Sie steigerten ihren Gewinn fast zweistellig – allen voran die Autohersteller VW, Daimler und BMW.

Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, steht neben einem New Beetle Cabrio. Volkswagen ist die größte Gewinnmaschine unter den deutschen Konzernen. dpa

Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, steht neben einem New Beetle Cabrio. Volkswagen ist die größte Gewinnmaschine unter den deutschen Konzernen.

StuttgartDeutschlands Großunternehmen sind trotz der Konjunkturflaute im Euroraum und weltweiter Krisen auf Erfolgskurs. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY) hervor. Demnach steigerten die 100 umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen ihren operativen Gewinn (Ebit) von Januar bis September 2014 um 9 Prozent auf insgesamt 82,8 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten des Vorjahres war er noch leicht um 2 Prozent gesunken. Der Umsatz blieb mit mehr als einer Billion Euro nahezu konstant.

Gewinntreiber waren demnach unter anderem die Autohersteller. Volkswagen, Daimler und BMW belegten im Ranking die ersten drei Plätze. Besonders stark legte dabei Daimler zu - und setzte sich mit einem Ergebnisplus von 66 Prozent vom dritten auf den zweiten Platz hinter VW. Die Schwaben hatten zuletzt von zahlreichen neuen Modellen und einem milliardenschweren Sparprogramm profitiert.

Die neuen Wachstumsmärkte der deutschen Exporteure

Malaysia

Fast fünf Prozent Wachstum jährlich werden dem aufstrebenden Land bis 2025 vorausgesagt. Im gleichen Zeitraum könnte sich das Bruttoinlandsprodukt verdoppeln. Ein Grund dafür ist die wachsende Wettbewerbsfähigkeit. Im internationalen Standort-Vergleich des World Economic Forum belegt Malaysia Platz 25, knapp hinter Deutschlands wichtigstem Handelspartner Frankreich (21), aber noch vor China (29) und Italien (42). "Malaysia ist eine der offensten Volkswirtschaften der Welt", lobt das Prognos-Institut.

Indonesien

Das muslimisch geprägte Land lockt mit einem riesigen Binnenmarkt: Indonesien ist gemessen an der Bevölkerung die Nummer vier der Welt. 240 Millionen Einwohner leben hier. Bis 2060 wird Indonesien zur sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt aufrücken und Deutschland überholen, sagt die Industriestaaten-Organisation OECD voraus. "Das rohstoff- und bevölkerungsreiche Land wird 2012 und 2013 um mehr als sechs Prozent wachsen", prognostiziert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). "Die Wirtschaft des Inselreichs profitiert von niedrigen Zinsen und einer niedrigen Inflation."

Kolumbien

Reiche Rohstoffvorkommen von Kohle über Öl und Gold bis zu Seltenen Erden, die Öffnung der Volkswirtschaft und nicht zuletzt eine deutlich verbesserte Sicherheitslage durch die Friedensgespräche mit den marxistischen FARC-Rebellen lassen auch hier ein jährliches Wirtschaftswachstum um die fünf Prozent erwarten. Für die Weltbank zählt Kolumbien zur Spitzengruppe in den lateinamerikanischen Staaten, wenn es um den Schutz geistigen Eigentums und Regulierung geht. "Das Land wird damit für ausländische Investoren interessanter", so der DIHK. Zusätzliche Impulse kommen von dem in Kraft getretenen Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union. Der DIHK hält deshalb sowohl bei den Importen als auch bei den Exporten Steigerungsraten von mehr als 20 Prozent für möglich.

Peru

Noch mehr Wachstum wird Peru vorausgesagt: Sechs Prozent kann die Wirtschaftsleistung dort pro Jahr zulegen. Auch Peru hat ein Freihandelsabkommen mit der EU unterzeichnet und verfügt über viele Rohstoffe. Der DIHK hält deshalb ein Ausweitung des Handels um mehr als 20 Prozent für möglich. Besonders gefragt sein dürften Fahrzeuge. Dieser Markt lockt dem Prognos-Institut zufolge mit jährlichen Steigerungsraten von sieben Prozent.

Tunesien

Das World Economic Forum hält Tunesien, wo der arabische Frühling begann, für das wettbewerbsfähigste Land Afrikas. "Zu den größten Pluspunkten gehören die geografische Nähe zu Europa, eine belastbare Infrastruktur sowie die günstigen Lohnkosten", betont das Prognos-Institut. "Das Bildungssystem ist im regionalen Vergleich gut ausgebaut. Zudem haben zahlreiche Tunesier im Ausland studiert."

Vietnam

Schon jetzt zählt das asiatische Land mehr Einwohner als Deutschland, 2025 sollen es fast 100 Millionen sein. "Die konsumfreudige und zunehmend kaufkräftige Bevölkerung verspricht ein gewaltiges Absatzpotenzial: In kaum einem anderen Land Asiens wächst die Mittelschicht schneller als in Vietnam", so das Prognos-Institut. Mehr als sechs Prozent jährlich soll das Bruttoinlandsprodukt zulegen. Vietnam verfügt über unzählige billige Arbeitskräfte. Viele Unternehmen haben ihre Produktion deshalb schon aus dem teurer werdenden China in das Nachbarland verlagert.

„Trotz der Effizienzprogramme, denen sich viele deutsche Top-Konzerne in den vergangenen Jahren unterzogen haben, ist die Beschäftigung auf einem sehr hohen Niveau“, erklärte EY-Experte Thomas Harms. Ende September beschäftigten Deutschlands Top-Konzerne rund 4,7 Millionen Menschen - 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Im neuen Jahr dürfte des Beschäftigungsplus Harms zufolge angesichts der Sparprogramme aber eher moderat ausfallen.

Problemkind unter den Wirtschaftszweigen war der Studie zufolge zuletzt die Energiebranche. Der Gewinn der sechs großen Versorger brach demnach um etwa ein Drittel ein, die Erlöse gingen um 8 Prozent zurück. Die Folgen der Energiewende machen der Branche derzeit zu schaffen. Eon hatte kürzlich etwa überraschend seine Aufspaltung und damit das Ende der klassischen Energieversorger-Struktur verkündet. Die Düsseldorfer landeten im Umsatzranking der EY-Studie zu den ersten drei Quartalen erneut auf Platz drei aller deutschen Großunternehmen hinter Volkswagen und Daimler.

Insgesamt bereiten deutschen Unternehmen derzeit internationale Krisen wie etwa in der Ukraine Sorgen. Hinzu kommt die konjunkturelle Flaute im Euroraum.

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Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

02.01.2015, 15:34 Uhr

Autobauer sind Deutschlands Goldesel


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Autobauer sind Deutschlands Goldesel...

Finanziert durch Steuervorteile...

Finanziert durch Rückkauf-Prämie...

Finanziert durch immer mehr Arbeit in immer weniger Zeit für Stamm-Werker...

Finanziert durch immer mehr Leiharbeit statt Stamm-Werker...

und investitionen werden immer mehr im Ausland ( CHINA ) betätigt.

Was soll man da dann loben ?

STIMMT...

DIE VORSTÄNDE KASSIEREN REKORDSUMMEN...

die sich Jahr für Jahr steigen .








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