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08.12.2015

02:21 Uhr

Korrigierte Zahlen

Japan doch nicht in die Rezession gerutscht

Anders als zunächst angenommen ist die japanische Wirtschaft im dritten Quartal doch nicht in die Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs zwischen Juli und September aufs Jahr gerechnet um 1,0 Prozent.

Eine Einkaufspassage im japanischen  Hiroshima. Die neuen Zahlen des japanischen Bruttosozialprodukts lesen sich besser als zuerst angenommen. dpa

Japans Wirtschaft

Eine Einkaufspassage im japanischen Hiroshima. Die neuen Zahlen des japanischen Bruttosozialprodukts lesen sich besser als zuerst angenommen.

TokioJapan ist im dritten Quartal nicht wie ursprünglich gedacht in die Rezession gerutscht. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt wuchs nach revidierten Angaben der Regierung in den drei Monaten von Juli bis September auf das Jahr hochgerechnet um ein Prozent.

Mitte November hatte das asiatische Land noch mitgeteilt, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei auf Basis vorläufiger Schätzungen um 0,8 Prozent geschrumpft.

Eckpunkte der neuen japanischen Geldpolitik

Festes Inflationsziel

Die Bank von Japan legt sich fest: Innerhalb von zwei Jahren wird sie eine Inflationsrate von zwei Prozent erreichen.

Verdoppelung der Geldbasis

Die Geldbasis soll von jetzt 138 Billionen Yen auf 270 Billionen Yen im Jahr 2014 steigen. Umgerechnet geht es um eine Steigerung von 1,05 Billionen Euro auf 2,05 Billionen Euro.

Kauf von Staatsanleihen

Die Bank von Japan will 77 Prozent des frischen Zentralbankgelds in Staatsanleihen mit langer Laufzeit investieren. Die durchschnittliche Laufzeit ihrer Staatsanleihen soll von drei auf sieben Jahre steigen.

Dauer der Maßnahmen

Die Zentralbank legt sich darauf fest, so lange an der expansiven Geldpolitik festzuhalten, bis sie ihr Inflationsziel erreicht hat.

Aussetzung des Banknoten-Prinzips

Die Bank von Japan setzt zeitweilig das Banknoten-Prinzip außer Kraft, wonach sie nicht den Wert der im Umlauf befindlichen Banknoten überschreiten darf.

Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Zuwachs von lediglich 0,1 Prozent gerechnet.

Im zweiten Quartal schrumpfte das BIP nach revidierten Daten nur um 0,5 Prozent und nicht wie ursprünglich berechnet um 0,7 Prozent. Unternehmen investierten mehr im dritten Quartal. Sie gaben 0,6 Prozent mehr für neue Maschinen, Fabriken und andere Anlagen aus.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe war vor rund drei Jahren mit dem Versprechen angetreten, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und die lang anhaltende Deflation zu stoppen. Das Land - die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt - leidet unter anderem darunter, dass die Bevölkerungszahl zurückgeht und die Menschen immer älter werden. Abe versucht derzeit, Japans Konjunktur mit einem Mix aus billigem Geld und Konjunkturhilfen anzukurbeln.

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