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16.01.2008

15:57 Uhr

Kräftigster Anstieg seit 17 Jahren

Hohe Inflation belastet auch US-Verbraucher

Nicht nur die Deutschen müssen für viele Dinge tiefer in die Tasche greifen. Auch in den USA schnellt die Inflationsrate in die Höhe. Die Verbraucherpreise sind dort 2007 so kräftig gestiegen wie seit 17 Jahren nicht mehr.

Konsum in den USA. US-Verbraucher leiden unter höchster Inflation seit 17 Jahren. Foto: dpa

Konsum in den USA. US-Verbraucher leiden unter höchster Inflation seit 17 Jahren. Foto: dpa

HB WASHINGTON. Im Jahresschnitt mussten die Amerikaner 4,1 Prozent mehr für ihre Lebenshaltung ausgeben als 2006, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Zuletzt hatte die Inflation 1990 noch stärker zugelegt, und zwar um 6,1 Prozent.

In Deutschland sind die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr so kräftig gestiegen wie seit 13 Jahren nicht mehr. Auch hierzulande waren vor allem die höheren Energiepreise für den Inflationsanstieg schuld.

Zumindest am Jahresende flaute der Preisanstieg in den USA etwas ab: Von November auf Dezember kletterten die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent, nachdem sie einen Monat zuvor noch um 0,8 Prozent in die Höhe gesprungen waren.

In der sogenannten Kernrate - ohne Energiekosten und andere schwankungsanfällige Bereiche - schwächte sich die Teuerung wie erwartet auf 0,2 Prozent ab. Deshalb sehen Volkswirte in der Inflation kein Argument gegen eine kräftige Zinssenkung der Fed Ende des Monats, um eine Rezession der weltgrößten Volkswirtschaft zu verhindern.

Auch die Euro-Zone hat im zurückliegenden Jahr wieder keine Preisstabilität gehabt: Die durchschnittliche Inflationsrate betrug 2,1 Prozent nach 2,2 Prozent 2006. In der gesamten EU mit 27 Staaten lag der Wert bei 2,3 Prozent nach 2,2 Prozent 2006. Damit übertraf die Inflation in den damals 13 Ländern der Euro- Zone erneut die Warnschwelle von 2,0 Prozent.

Bei Werten darüber gelten die Preise nach Lesart der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht mehr als stabil. Die hohe Inflation könnte die EZB zu steigenden Zinsen zwingen.

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