Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.01.2014

10:55 Uhr

Lahmende Weltkonjunktur

China verfehlt Handelsziel

Auch am Exportweltmeister China geht die schwächelnde Weltkonjunktur nicht spurlos vorüber. Zwar legte der Außenhandel deutlich zu – das ambitionierte Ziel wurde aber dennoch verpasst.

Chinas Handel wächst. 2013 legten die Exporte um 7,9 Prozent zu. Zum Vergleich: Die deutschen Ausfuhren schrumpften dagegen in den ersten elf Monaten um 0,5 Prozent. dpa

Chinas Handel wächst. 2013 legten die Exporte um 7,9 Prozent zu. Zum Vergleich: Die deutschen Ausfuhren schrumpften dagegen in den ersten elf Monaten um 0,5 Prozent.

PekingDie lahmende Weltkonjunktur geht auch an Exportweltmeister China nicht spurlos vorüber. Der gesamte Außenhandel - Exporte und Importe zusammen - legte 2013 um 7,6 Prozent zu. Damit wurde das von der Regierung ausgegebene Wachstumsziel von acht Prozent verfehlt, wie aus den am Freitag veröffentlichten Daten des Handelsministeriums hervorgeht. Ein Grund dafür ist der schwache Jahresausklang: Im Dezember stiegen die Ausfuhren lediglich um 4,3 Prozent, nachdem es im Vormonat noch zu einem Plus von 12,7 Prozent gereicht hatte.

„Chinas Exporteure kämpfen mit steigenden Lasten, etwa durch höheren Arbeitskosten und die Währungsaufwertung“, sagte der Sprecher der Zollbehörde, Zheng Yuesheng. Letztere verteuert Waren im Ausland. 2014 werde der Handel aber eine „Stabilisierungs- und Entwicklungsphase“ erreichen. Die Hoffung liegt auf Industriestaaten wie den USA und den Euro-Ländern. „Die Erholung dort dürfte die Weltwirtschaft schrittweise aus der Krise holen", sagte Zheng. „Damit hellt sich das Umfeld für die chinesischen Exporteure auf.“

Xi Jinping: Chinas Präsident macht Reformen zur Chefsache

Xi Jinping

Chinas Präsident macht Reformen zur Chefsache

Um nicht geradewegs in eine Krise zu steuern, ist China auf Reformen angewiesen. Nun hat Präsident Xi Jinping die Pläne für neue Wirtschafts- und Sozialreformen zur Chefsache erklärt.

2013 legten die Exporte um 7,9 Prozent zu. Zum Vergleich: Die deutschen Ausfuhren schrumpften dagegen in den ersten elf Monaten um 0,5 Prozent. Die Importe der Volksrepublik kletterten um 7,3 Prozent. Sie wies damit einen Exportüberschuss von fast 260 Milliarden Dollar auf. Zuletzt gewannen die Importe aber merklich an Schwung: Im Dezember wuchsen sie mit 8,3 Prozent fast doppelt so stark wie die Exporte. „Das lässt auf eine solide chinesische Binnenwirtschaft schließen“, erläuterte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel.

Die Wirtschaftsleistung ist 2013 voraussichtlich um rund 7,5 Prozent gewachsen. Es wäre das kleinste Plus seit 14 Jahren. Die Staatsführung will das Land stärker auf Marktwirtschaft trimmen und nimmt dafür kurzfristig auch kleinere Rückschläge in Kauf. Sie zielen beispielsweise auf einen stärkeren Konsum ab, um die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt unabhängiger von ausländischen Investitionen und von Exporten zu machen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×