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22.03.2004

07:38 Uhr

Laut Business Monitor sind die Manager mit den abgeschlossenen Projekten aber zufrieden

Firmen fahren Outsourcing zurück

VonJens Koenen

Die große Mehrheit der deutschen Unternehmen ist mit ihren Erfahrungen beim Outsourcing zufrieden. Gleichwohl wollen viele in der nächsten Zeit keine weiteren Bereiche auslagern.

FRANKFURT/M. Das ist das Ergebnis des jüngsten Handelsblatts Business Monitors, einer regelmäßigen repräsentativen Umfrage unter deutschen Top-Managern. Im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. hat das Meinungsforschungsinstitut Psephos dafür 810 Führungskräfte befragt.

Danach geben 69 % der befragten Manager an, vorerst kein weiteres Outsourcing zu planen. Knapp ein Drittel der Firmen wird in den nächsten Jahren jedoch weitere Bereiche und Funktionen „outsourcen“. Trotz der Zurückhaltung vieler Manager sehen Experten den grundsätzlichen Trend zur Auslagerung bestätigt. „Outsourcing steht nach wie vor oben auf der Agenda“, sagt Volker Elders, Partner der Unternehmensberatung Droege & Comp. Das kann Rainer Schwarz, Chef der zu 50 % privatisierten Flughafen Düsseldorf GmbH, nur bestätigen. „Wir denken über weitere Outsourcing-Projekte nach, etwa im Bereich Facility-Management sowie Informationstechnologie und Kommunikation“, kündigt er an.

Der überwiegende Teil der Manager hat mit dem Outsourcing positive Erfahrungen. Insgesamt lagerten rund 40 % der Firmen in den zurückliegenden drei bis vier Jahren Bereiche aus, darunter in erster Linie Teile der Produktion, IT-Services sowie Personaldienstleistungen. Ihre Erfahrungen bezeichnen 66 % der Manager als „sehr gut“ oder „gut“. Die erzielten Spareffekte beziffern sie in der Regel mit 5 bis 20 %. Werte von 30 % und mehr werden nur von einer kleinen Minderheit genannt. „Einsparungen von 30 Prozent sind sehr euphorisch“, glaubt Elders.

Auch Manager Schwarz ist mit den Erfolgen bei der Auslagerung zufrieden. „Die bisher realisierten Outsourcing-Projekte wie zum Beispiel Reinigungsleistungen haben zu einer signifikanten Kostenersparnis geführt“, berichtet er. Die Flughafen Düsseldorf GmbH gilt als ein Beispiel dafür, dass Outsourcing ein wichtiges Instrument bei der Restrukturierung sein kann. Der Flughafen-Betreiber befindet sich gerade im Wandel von einer öffentlich-rechtlichen Institution zu einem Industrieunternehmen. So wurden die Bodenverkehrs- und die Gepäckdienste in eine Tochter ausgelagert.

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