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25.09.2014

19:32 Uhr

Laut Insider

Italien senkt Wirtschaftsprognose

Laut Insidern muss Italien seine Wirtschaftsprognosen für dieses und das nächste Jahr nach unten korrigieren. Das BIP werde sogar schrumpfen statt leicht zu wachsen. Schuld sei die schwächelnde Konjunktur.

Italien muss seine Wirtschaftsprognose wegen schwacher Konjunkturdaten nach unten korrigieren. Das berichten mehrere Insider. dpa

Italien muss seine Wirtschaftsprognose wegen schwacher Konjunkturdaten nach unten korrigieren. Das berichten mehrere Insider.

RomItalien wird nach Informationen von Insidern seine Prognosen für die Wirtschaftsleistung in diesem und im kommenden Jahr senken. Das Finanzministerium gehe nun davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2014 um 0,2 bis 0,3 Prozent schrumpfen werde, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Donnerstag. Im April war das Ministerium noch von einem Zuwachs um 0,8 Prozent ausgegangen. Für 2015 werde die Vorhersage auf ein Wachstum von lediglich 0,5 Prozent von zuvor 1,3 Prozent zurückgenommen. Grund seien die schwachen Konjunkturdaten im ersten Halbjahr.

In den ersten sechs Monaten rutsche die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone wieder in die Rezession. Es ist die dritte in sechs Jahren. Die OECD kappte jüngst ihre Konjunkturprognose für Italien und erwartet nun für 2014 nicht mehr ein Wachstum der Wirtschaft von 0,5 Prozent, sondern ein Schrumpfen von 0,4 Prozent. Regierungschef Matteo Renzi versucht mit Reformen, die Wirtschaft anzukurbeln.

Die größten Baustellen für Italiens neue Regierung

Wahlrecht

Nachdem das alte Wahlrecht für verfassungswidrig erklärt wurde, braucht Italien dringend ein Neues. Lettas möglicher Nachfolger Matteo Renzi hat bereits einen Vorschlag ausgearbeitet, der bei künftigen Wahlen ein Patt im Parlament verhindern soll.

Arbeitslosigkeit

Die Zahlen kletterten in Italien während der Krise auf Rekordniveau, vor allem junge Menschen sind betroffen. Mehr als 40 Prozent der Italiener unter 25 Jahren haben keinen Job.



Steuersystem

Dieses Thema steht mit ganz oben auf der Agenda. Schon die Regierung Letta hatte Unternehmen und Arbeitnehmern Steuersenkungen in Milliardenhöhe in Aussicht gestellt.

Wirtschaftswachstum

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone steckte zuletzt in der schwersten Rezession der Nachkriegszeit, erst in diesem Jahr hat die Wirtschaft langsam wieder zu wachsen begonnen.



Bürokratieabbau

Die öffentliche Verwaltung muss vereinfacht und reformiert werden - auch dies ist ein erklärtes Ziel Renzis. Zudem will er einen besseren Überblick über die Staatsausgaben bekommen und gezielte Kürzungen durchsetzen.

Arbeitsmarkt

Auch in diesem Bereich hat das Land eine Reform bitter nötig. Letta hatte erste Pläne für eine Liberalisierung entwickelt, die konkrete Umsetzung kommt auf die neue Regierung zu.


Staatsstrukturen

Sowohl das Parlamentssystem mit zwei gleichberechtigten Kammern als auch die Struktur des Landes mit den 20 Regionen stehen immer wieder in der Kritik.


Zudem werde das italienische Finanzministerium das Defizitziel für dieses Jahr auf 2,8 Prozent von 2,6 Prozent der Wirtschaftsleistung anheben, verlautete weiter aus den Kreisen. Damit würde es unter der in den EU-Verträgen erlaubten Drei-Prozent-Marke liegen. Für 2015 kalkuliert das Ministerium mit einem Defizit von ebenfalls 2,8 Prozent verglichen mit der bisherigen Prognose von 1,8 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Eberhard Steinweg

25.09.2014, 20:07 Uhr

Da bietet sich doch ein Konjunktur-Befoerderungs-Programm an. Geld ist doch da. Das wird schon kurzfristig Wunder erwirken.

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