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05.01.2005

14:35 Uhr

Leichter Rückgang der Umsätze im Vergleich zum Vormonat

Deutscher Großhandel setzt wieder mehr um

Die deutschen Großhändler haben im November mehr als ein Jahr zuvor verkauft. Der Branchenverband BGA hofft nun, dass das gesamte vierte Quartal positiv verlaufen ist.

HB WIESBADEN. Im Vergleich zum November 2003 setzte die Branche ohne Preisveränderungen (real) 3,8 % und nominal sogar 7,8 % mehr um, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Allerdings lagen die Umsätze real um 0,6 % und nominal 0,4 % unter dem Niveau vom Oktober. Von Januar bis November hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr ein realer Umsatzanstieg von 0,4 % und ein nominales Plus von gut drei Prozent aufsummiert. Für das Gesamtjahr 2004 hatten die Statistiker bereits Ende November ein nominales Umsatzplus von 2,5 % und real unveränderte Umsätze geschätzt. „Die Konsumgüternachfrage trübte die Gesamtumsätze des Großhandels im gesamten Jahr 2004 ein, daran kann auch ein gutes Dezemberergebnis nichts mehr ändern“, erklärte der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA). Vor dem Hintergrund der hohen Arbeitslosigkeit habe der Großhandel aber 2004 immer noch ein gutes Ergebnis erreicht.

Deutlich mehr als im November 2003 verkauften im November die Großhändler von Gebrauchs- und Verbrauchsgütern, die ein reales Umsatzplus von gut fünf Prozent erzielen konnten. Der Handel mit Rohstoffen, Halbwaren, Altmaterial und Reststoffen setzte real knapp vier Prozent mehr um. Den kräftigsten Umsatzanstieg registrierten die Statistiker beim Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren: Dieser Bereich verkaufte 19 % mehr als im November 2003. Im Fazit für 2004 sprach der BGA von einer stabilen Entwicklung im Produktionsgüterhandel. „Die Unternehmen nutzen ihre Chancen auf den Weltmärkten.“

Umsatzrückgänge musste neben dem im abgelaufenen Jahr besonders schwachen Großhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren im November auch der Handel mit Maschinen und Ausrüstungen hinnehmen, die 0,5 % weniger als vor einem Jahr verkauften. Bis einschließlich November erreichte dieser Bereich aber mit einem Zuwachs von gut sechs Prozent den stärksten Umsatzzuwachs im Jahresverlauf.

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