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03.03.2011

13:46 Uhr

Leitzins bei 1,0 Prozent

EZB meidet Geldpolitik-Schwenk - trotz Inflation

Trotz großer Inflationssorgen dreht die Europäische Zentralbank nicht an der Zinsschraube. Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent, wie der EZB-Rat mitteilte.

Euro-Skulptur vor der EZB: Kein Drehen an der Zinsschraube. Quelle: dpa

Euro-Skulptur vor der EZB: Kein Drehen an der Zinsschraube.

FrankfurtBereits seit Mai 2009 verharrt der wichtigste Zins zur Versorgung der Geschäftsbanken im Euro-Raum mit Zentralbankgeld auf diesem Niveau.

Da die Inflation zuletzt vor allem infolge steigender Energiepreise anzog, rechnen einige Volkswirte inzwischen schon für dieses Jahr mit einer Zinserhöhung. Im Februar betrug die jährliche Teuerungsrate im Euroraum 2,4 Prozent - und lag damit so hoch wie seit Oktober 2008 nicht mehr.

Der Preisauftrieb beschleunigt sich seit Monaten. Im Dezember 2010 sprang die Inflationsrate über die wichtige Marke von 2,0 Prozent.

Grund dafür sind vor allem steigende Öl- und Benzinpreise sowie teurere Lebensmittel. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht mittelfristig stabile Preise nur bei Werten von knapp unter 2,0 Prozent.

Höhere Zinsen würden Kredite verteuern und könnten daher Gift für die Erholung der Konjunktur sein. Dreht die EZB an der Zinsschraube, wird ein Aufschwung insbesondere in hoch verschuldeten Staaten wie Irland, Griechenland oder Portugal noch unwahrscheinlicher: Deren Wirtschaftsentwicklung wird bereits durch die öffentlichen Einsparungen schwer belastet.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Honsen

03.03.2011, 14:55 Uhr

Vote 4 Unwort des Jahres 2011 - "Anti-Inflationsrhetorik".

Allein dieser Begriff zeigt, dass die Entscheider der Geldpolitik sowie nahezu alle Journalisten dieser Szene
vollkommen den Bezug zur Realität verloren haben.

Eine Frage habe ich dann doch noch.
Warum hat eigentlich noch niemand Trichet und Heli-Ben wegen Massenmordes angezeigt?
Es ist doch eindeutig, dass diese Unmenschen ganz allein
für all die Hungertoten weltweit verantwortlich sind.

Der billige Versuch dies allein auf Spekulanten zu schieben, ist doch echt infantil.

Und im Übrigen, die Zinsen nicht anzuheben,
da ansonsten die in krimineller Absicht überschuldeten Staaten pleite gehen würden,
ist doch genauso dumm,
denn bei steigender Inflation bleiben deren zu berappende Zinsen auf Neuverschuldung doch auch nicht am Boden.

MfG, Honsen.

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