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12.05.2014

09:43 Uhr

Lohnkosten

Arbeit wird in Deutschland immer teurer

Eine Arbeitsstunde in Deutschland kostet 31,70 Euro. Das sind 34 Prozent mehr als im EU-Durchschnitt, in sechs europäischen Ländern ist Arbeit noch teurer. Seit einigen Jahren steigen die Lohnkosten wieder stärker.

Unter Drei Millionen

Kräftiger Aufwind für den deutschen Arbeitsmarkt

Unter Drei Millionen: Kräftiger Aufwind für den deutschen Arbeitsmarkt

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WiesbadenBeim Vergleich der Arbeitskosten innerhalb der Europäischen Union liegt Deutschland auf Platz sieben. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, zahlten Arbeitgeber im vergangenen Jahr durchschnittlich 31,70 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde - und damit 34 Prozent mehr als im EU-Durchschnitt. Die höchsten Arbeitskosten in der EU hatte Schweden mit 43,00 Euro, die niedrigsten Bulgarien mit 3,70 Euro. Im Nachbarland Frankreich lagen die Arbeitskosten bei 35,00 Euro.

Im EU-Vergleich auf Rang fünf landeten allerdings die deutschen Arbeitskosten im verarbeitenden Gewerbe, das besonders stark im internationalen Wettbewerb steht. Hier kostete eine Arbeitsstunde im vergangenen Jahr im Schnitt 36,20 Euro. Damit sei eine Stunde Arbeit in der deutschen Industrie 48 Prozent teurer als im EU-Durchschnitt, so die Statistiker.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Auch 2013 stiegen die Arbeitskosten in Deutschland stärker als in der EU. Damit bestätigt sich eine Trendwende, die 2011 begann. Zwischen 2004 bis 2010 lag das Wachstum der Arbeitskosten in der deutschen Privatwirtschaft unterhalb des EU-Durchschnitts. Seit 2011 ist es umgekehrt.

Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. 2013 zahlten die Arbeitgeber hierzulande auf 100 Euro Bruttoverdienst zusätzlich 27 Euro Lohnnebenkosten. Damit lagen die Lohnnebenkosten unter dem EU-Durchschnitt von 31 Euro. Im EU-Vergleich lag Deutschland im Mittelfeld auf Platz 16. Die höchsten Lohnnebenkosten fallen demnach in Schweden mit 51 Euro und Frankreich mit 47 Euro an, in Malta die niedrigsten mit zehn Euro.

Zu den Lohnnebenkosten gehören vor allem die Sozialbeiträge der Arbeitgeber, also vor allem die gesetzlichen Arbeitgeberbeiträge zu den Sozialversicherungen, Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung und Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall.

Von

afp

Kommentare (26)

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Account gelöscht!

12.05.2014, 13:05 Uhr

Und wo waren die Meldungen in den letzten
Jahren, das Arbeit in Deutschland immer
Billiger wird?

Als Arbeitnehmer interessiert mich aber
Wieviel Brötchen kann ich mir für den Monatslohn
Kaufen?
Und als Arbeitgeber wieviel Brötchen bleiben
da für mich pro Stunde über

Der Rest ist dummes Gelaber

Account gelöscht!

12.05.2014, 13:09 Uhr

"Arbeit wird in Deutschland immer teurer"

das bleibt ja nun mal nicht aus, der Semmel kostet heute ueber 30Cent mein Lohn ist nicht um ueber 50% gestiegen.

Account gelöscht!

12.05.2014, 13:11 Uhr

Das muss auch so sein. Die deutsche Wirtschaft lebt vom Verkauf von Spitzenleistungen. Das kostet eben.
Es ist übrigens leicht zu beobachten, dass die teuersten Volkswirtschaften auch die international erfolgreichsten sind und nicht etwa umgekehrt.

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