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30.04.2014

16:48 Uhr

Mainzer Ökonomin

Isabel Schnabel wird Wirtschaftsweise

Die Mainzer Finanzmarktforscherin Isabel Schnabel soll künftig dem Sachverständigenrat angehören. Sie war bereits früher für den Posten im Gespräch. Ihr Fachgebiet hatte in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen.

Neue Wirtschaftsweise: Isabel Schnabel. Foto: Uni Mainz

Neue Wirtschaftsweise: Isabel Schnabel.

Foto: Uni Mainz

BerlinDie Mainzer Ökonomin Isabel Schnabel wird Mitglied der fünf „Wirtschaftsweisen“. Das Kabinett schlug die 42-Jährige am Mittwoch Bundespräsident Joachim Gauck als Nachfolgerin von Claudia Buch in dem renommierten Sachverständigenrat vor, der die Regierung berät. Die Bestätigung durch Gauck gilt als Formsache.

Buch wechselt als Vizepräsidentin zur Bundesbank. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), der Schnabel ausgesucht hatte, lobte die Professorin von der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Sie sei für ihre herausragende Arbeit zu Bankenregulierung, Makroökonomie und Finanzmärkten bekannt. In öffentlichen Debatten zur künftigen Bankenregulierung, war sie allerdings kaum zu hören.

Bereits 2012 war Schnabel als Nachfolgerin von Beatrice Weder di Mauro als potentielle Wirtschaftsweise gehandelt worden, doch damals bekam Claudia Buch den Zuschlag. Die 1971 geborene Finanzökonomin arbeitet seit 2007 an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz, wo sie einen Lehrstuhl innehat. Die Schülerin des bekannten Ökonomen Martin Hellwig begann ihre Karriere in Mannheim und forschte im Ausland unter anderem in Harvard.

Mehrere Jahre war die dreifache Mutter in Bonn am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern beschäftigt. Schnabel ist Mitglied im Verwaltungsrat der Aufsichtsbehörde Bafin, verfügt also auch über Erfahrung im politischen Umfeld. Vor dem Hintergrund der Krise der Finanzmärkte hat ihr Themengebiet, insbesondere die Finanzmarktregulierung, an Bedeutung gewonnen.

Von

dpa

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