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31.10.2016

23:12 Uhr

Mark Carney verlängert

Ende der Spekulationen

Der britische Notenbankchef Carney bleibt noch ein Jahr länger im Amt, um seinem Land während der Brexit-Verhandlungen Kontinuität zu gewähren. Die Befürworter des geplanten EU-Austritts werden den Schritt ungern sehen.

Mark Carney verlängert seine Amtszeit als Notenbankchef von Großbritannien. Reuters

Mark Carney

Mark Carney verlängert seine Amtszeit als Notenbankchef von Großbritannien.

LondonGroßbritanniens Zentralbankchef Mark Carney wird seine Amtszeit um ein Jahr bis Juni 2019 verlängern. Den Schritt gab der 51-Jährige in einem Brief an Finanzminister Philip Hammond bekannt. Als Begründung nannte er die Wichtigkeit von Kontinuität während der Verhandlungen der Regierung seines Landes über den geplanten EU-Austritt.

Carney hatte zuvor die Unterstützung von Premierministerin Theresa May erhalten. Der Kanadier ist seit 2013 im Amt.

Die Erklärung Carneys dürfte dabei helfen, Spekulationen über seine Zukunft bei der Bank of England zu beenden. Er erklärte, länger als die zunächst von ihm angedachten fünf Jahre bleiben zu wollen, allerdings nicht mit einer vollen achtjährigen Amtszeit zu planen.

Seit seinem Bekenntnis zu den fünf Jahren, so Carney am Montag, hätten sich zwar nicht seine persönlichen Umstände, wohl aber diejenigen seines Landes geändert, „ganz besonders durch die Entscheidung des Vereinigten Königreichs, die Europäische Union zu verlassen“.

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Acht statt fünf Jahre an der Spitze: Mark Karney, der Chef der Bank of England, will offenbar länger als geplant weitermachen. Wie der „Rockstar der Geldpolitik“ die britische Wirtschaft durch den Brexit lotsen will.

May hat erklärt, die offiziellen Verhandlungen über den EU-Austritt Ende März 2017 beginnen zu wollen. Wenn sich diese Gespräche wie im EU-Statut vorgesehen über zwei Jahre erstrecken, würde Carney die Bank of England bis zum Ende der heiklen Unterredungen führen.

Viele Brexit-Befürworter hatten ihn kritisiert, weil er vor dem Referendum über einen EU-Austritt Großbritanniens vor den negativen Folgen eines solchen Schrittes gewarnt hatte. Die Briten hatten dennoch im Juni mehrheitlich für einen Brexit gestimmt.

Von

ap

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