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23.06.2014

10:17 Uhr

Markit-Umfrage

Deutsche Wirtschaft geht ohne Schwung in den Sommer

Der Markit-Einkaufsmanagerindex fällt, bleibt aber im Bereich über 50 Punkten. Das heißt, die deutsche Wirtschaft wächst zwar, aber so langsam, wie schon lange nicht mehr. Das muss kein Grund für Pessimismus sein.

Container im Hamburger Hafen: Die Industriebetriebe profitieren weiterhin von der Exportnachfrage. dpa

Container im Hamburger Hafen: Die Industriebetriebe profitieren weiterhin von der Exportnachfrage.

BerlinDie deutsche Wirtschaft startet mit wenig Rückenwind in den Sommer. Sie wuchs im Juni so langsam wie seit acht Monaten nicht mehr, wie aus dem am Montag veröffentlichten Umfrage des Markit-Instituts unter 1000 Unternehmen hervorgeht. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft fiel um 1,4 auf 54,2 Punkte. Das Barometer hielt sich aber klar über der Marke von 50 Zählern, ab der ein Wachstum signalisiert wird.

Markit sieht deshalb ungeachtet des Rückgangs keinen Grund für Konjunkturpessimismus. „Wie bereits seit Jahresbeginn setzte die deutsche Wirtschaft ihr kräftiges Wachstum auch in Juni fort“, sagte Ökonomin Pollyanna De Lima. „Der Auftragseingang blieb hoch, was sich auch im anhaltenden Beschäftigungsaufbau widerspiegelte.“

Konjunkturaussichten für die Euro-Länder

Spanien

Spanien könnte 2014 wieder um ein Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit soll jedoch mit 25,7 Prozent hoch bleiben. Das Haushaltsdefizit wird auf 5,8 Prozent der Wirtschaftsleistung geschätzt.

Frankreich

Frankreichs Wachstum dürfte 2014 mit 1,0 Prozent unter dem Durchschnitt der Euro-Zone bleiben. Die Arbeitslosigkeit soll auf elf Prozent steigen.

Griechenland

Die griechische Wirtschaft soll 2014 erstmals seit sechs Jahren wieder um 0,6 Prozent wachsen. Trotz der erwarteten Besserung dürfte die Arbeitslosigkeit mit 26 Prozent vergleichsweise hoch bleiben. Bei der Verschuldung werden 177 Prozent der Wirtschaftsleistung erwartet.

Italien

Italiens Wirtschaft soll 2014 um 0,6 Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit dürfte hingegen auf einen Rekord von 12,6 Prozent klettern. Der Schuldenstand bleibt hartnäckig hoch: 2015 soll er mit 132,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts leicht unter dem diesjährigen Niveau liegen.

Zypern

Um 4,8 Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt einbrechen. Die Arbeitslosigkeit dürfte auf den Rekordwert von 19,2 Prozent steigen.

Portugal

Für Portugal erwartet die EU-Kommission 2014 ein Wachstum von 0,8 Prozent. 2015 soll die Arbeitslosenquote mit 16,5 Prozent einen Tick unter den diesjährigen Wert fallen. Der Schuldenstand dürfte nach dem Rekordwert von 129,4 Prozent im vorigen Jahr bis 2015 wieder auf 125,8 Prozent zurückgehen.

Irland

Irlands Wirtschaft dürfte 2014 mit 1,8 Prozent deutlich stärker wachsen als der gesamte Währungsraum. Bis 2015 soll die Arbeitslosenquote auf 11,2 Prozent fallen, nachdem sie 2013 noch bei 13,1 Prozent lag. Das Defizit soll 2015 auf 4,3 Prozent sinken.

Quelle

EU-Kommission

Das Barometer für die Industrie stieg um 0,1 auf 52,4 Punkte. Ökonomen hatten einen etwas stärkeren Anstieg auf 52,5 Zähler erwartet. „Die Industriebetriebe profitierten erneut von der starken Exportnachfrage innerhalb Europas“, sagte De Lima. Auch aus dem Nahen Osten und Asien seien mehr Bestellungen eingetroffen.

Der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister fiel überraschend um 1,2 auf 54,8 Punkte. Hier waren 55,7 Punkte erwartet worden. Die Unternehmen rechnen aber mit besseren Zeiten. „Beflügelt wurde der Optimismus durch die Expansionspläne der Unternehmen, die robuste Nachfrage, Produktentwicklungen und den positiven Konjunkturverlauf“, hieß es.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

23.06.2014, 10:47 Uhr

Wie past den das zu den sonstigen jubel meldungen..^^ ??

und wie war ads Siemens will umbaun und stellen sparen...

BMW das gleiche und andere werden auch noch folgen um ihre "rendite" zu sichern... SOziale Marktwirtschaft war gestern...

aber sich wundenr das in D weniger autos verkauft werde...

naja autos kaufen halt keine Autos..^^

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