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08.07.2014

09:25 Uhr

Merkel fordert

Weltwirtschaft nicht auf Pump ankurbeln

Angela Merkel setzt lieber auf eine weniger wachsende Weltwirtschaft als auf ein Wachstum auf Pump. Ein Beispiel dafür sei China. Trotzdem sieht die Bundeskanzlerin noch Verbesserungsmöglichkeit in der Volksrepublik.

Angela Merkel spricht an der Tsinghua-Universität in Peking über die Weltwirtschaft. ap

Angela Merkel spricht an der Tsinghua-Universität in Peking über die Weltwirtschaft.

PekingBundeskanzlerin Angela Merkel hat sich dagegen ausgesprochen, die Weltwirtschaft mit neuen staatlichen Defiziten anzutreiben. „Ich habe etwas dagegen, wenn man Wachstum auf Pump finanziert“, sagte Merkel am Dienstag an der Tsinghua-Universität in Peking. „Dann muss eben besser die Weltwirtschaft etwas weniger wachsen, als dass man auf Teufel komm raus auf Wachstum setzt.“ Das etwas schwächere Wachstum in China bezeichnete die Kanzlerin als logische Entwicklung. Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hatte am Montag das Wachstumsziel von 7,5 Prozent in diesem Jahr bestätigt.

China habe mit riesigen Konjunkturprogrammen einen wichtigen Beitrag in der Finanzkrise geleistet, betonte Merkel. Aber dies habe auch zu einer angeheizten Konjunktur und einer sehr angespannten Lage im Bankensektor geführt. „Man muss jetzt gucken, dass man das in eine gleichförmige Bahn bringt.“ Sie hoffe auf vernünftige Entscheidungen. Wenn es China wirtschaftlich gut gehe, nutze dies der ganzen Welt.

Merkel forderte in ihrem Vortrag vor Studenten zugleich, dass China stärker auf eine nachhaltige Entwicklung setzen müsse. Dies betreffe sowohl den Umgang mit der Natur als auch die gesellschaftliche Entwicklung. „Dafür braucht man Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und soziale Marktwirtschaft. Das sind die Grundsätze unserer Ordnung“, sagte sie. Der Staat schaffe Leitplanken und Gesetze. „Diese sind notwendig, weil nur eine Gesellschaft, die offen, pluralistisch ist, die jedem seine Freiräume gibt, in der Lage ist, die Zukunft erfolgreich zu gestalten.“

Von

rtr

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

08.07.2014, 10:51 Uhr

Die Merkel muss ganz ruhig sein. Mit dem ESM und dem EEG verspielt diese Öko-sozialistische Ideologiekanzlerin gerade die Zukunft von Deutschland und Europa!
Diese EURO-Schulden-Banken-Rettung schwächt das europäische Wirtschaftswachstum weiter!
Und mit der ethischen Energiewende verteuert diese Merkel gerade den Strom und damit die Arbeit in Deutschland und damit in Europa weiter. Industriearbeitsplätze wandern zusehends in Nicht-EU-EURO-Länder ab.
Diese grünsozialistische Merkel Ideologie im schwarzen Tarnanzug ist und bleibt eine Bedrohung für Deutschland und Europa.
Energie = Arbeit! Und wer die Energie künstlich per Gesetz (EEG, CO2 Bestrafungssteuer) verteuert, der verteuert die Arbeit in einer Gesellschaft und dies führt über die Zeit zu einer Mangel und Armutsgesellschaft!

Herr Peter Kock

08.07.2014, 12:04 Uhr

Die Weltwirtschaft nicht Frau Merkel ? Aber Deutschland ja ? Deutschland ist nach Berechnungen eines Freiburger Instituts mit über 6,5 Billionen verschuldet und das sind 1450 Jahre Tilgungszeit. Man kann es nicht oft genug wiederholen denn sicher ist , dass sich der Staat NUR und AUSNAMSLOS mit einer Währungsreform entschulden kann und WIRD ! Wir sind nahe dran .... nur die Politik weiß ,wie immer , von nichts. Man sei ja auf gutem Weg und macht einfach weiter..... na dann !

Herr reiner tiroch

08.07.2014, 15:10 Uhr

nicht auf pump? ja Frau merkel, dann müssen wir 1000 Jahre lang warten weil die Welt in Schulden ersoffen ist, gell?

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