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19.06.2015

08:43 Uhr

Minister Alexej Uljukajew

Russische Wirtschaft schrumpft deutlich

Aus St. Petersburg kommen schlechte Nachrichten für die russische Wirtschaft: Das BIP ist um mehr als 3 Prozent geschrumpft, heißt es beim Wirtschaftsforum. Für 2016 erwartet der Minister wieder deutliches Wachstum.

Der russische Wirtschaftsminister rechnet mit einem weiteren Einbruch der Wirtschaftsleistung. dpa

Alexej Uljukajew

Der russische Wirtschaftsminister rechnet mit einem weiteren Einbruch der Wirtschaftsleistung.

St. PetersburgBelastet von westlichen Sanktionen und niedrigeren Ölpreisen setzt die russische Wirtschaft ihre Talfahrt fort. In den ersten fünf Monaten schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt um 3,2 Prozent, sagte Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew am Freitag beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Im ablaufenden zweiten und im folgenden dritten Quartal werde die Wirtschaftsleistung zwischen 3,5 und 4,0 Prozent einbrechen, im Schlussquartal 2015 dann um etwa zwei Prozent. „Ab dem zweiten Quartal kommenden Jahres werden wir wieder ein Wachstumsniveau des Bruttoinlandsproduktes von zwei Prozent oder etwas mehr sehen“, sagte der Minister.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Herr Hardy Schübel

19.06.2015, 09:34 Uhr

Deflation in der Wirtschaft.
Ein teuerer Krieg im Süden von Russland, von Tschetschnien bis Ukraine.
Wegbrechende Einnahmen aus Rohstoffverkäufe.
Neue Märkte (China) erst in ferner Zukunft (Pipelinebau)
Eine Industrie mit großem Modernisierungsbedarf.
Das ist ein klassisches Szenarium, um von den Problemen abzulenken.
Das hat bisher funktioniert.
Ich fürchte, dass dieses den "Kalten Krieg" jetzt richtig anheizen wird.
Um im Innenverhältnis von Russland das Desaster erklären zu können - und von eigenen Fehlern abzulenken.
Ich hoffe, dass es anders kommt.
Aber ich bin skeptisch, sehr skeptisch.

Herr Vitto Queri

19.06.2015, 10:30 Uhr

@ Herr Hardy Schübel

>> Um im Innenverhältnis von Russland das Desaster erklären zu können - und von eigenen Fehlern abzulenken >>

Ihr Erklärungsversuch stellt mehr eine propagandistische Floskelaufzählung da als eine realistische Bestandsaufnahme.

Die Russische Wirtschaft schrumpft vor allem wegen 2 Faktoren :

- Preisverfall des Rohöls

- Unfähige, kontraproduktive westliberale Führung des Landes seit nun mehr 15 Jahren. Die aktuelle Regierung des Landes, incl. dem Iljukaev, ist ein Sammelsorium unfähiger Theoretiker, die zum größten Teil aus USA ferngelenkt wurden und werden. Seit 15 Jahren hat sich dieser Haufen auf hohen Ölpreisen ausgeruht und Sprüche geklopft. Das Ergebnis dieser Misere hat sich nun offenbart.
Die Hauptversager in dem aktuellen russischen Wirtschaftsszenario sind Putin und Medwedev.

Mit dem Konfliktschüren gegen Russland hat der Westen auf der Patriotischen Welle der Russen diesen 2 Versagern den Rücken auch noch gestärkt !

Herr Hardy Schübel

19.06.2015, 11:06 Uhr

@ Herr Vitto Queri
Vielen Dank für Ihren Beitrag.
In vielen Ansichten sind wir nicht weit auseinander.
Wo sehen Sie aber eine westliberale Führung? Ich sehe hier nur eine Klientelpolitik für Oligarchen und Parteifreunden, insbesondere ab der Perestroika. Es gab zu schnell zu viele Einzelpersonen, welche sehr reich geworden sind.
Und der einen Einfluss der USA in Russland?
Oder gar eine "Fernsteuerung"?
Das habe ich so noch nicht gelesen.
Oder habe gar die Auswirkungen gesehen/erfahren. Eher das Gegenteil war der Fall.
Das sollten Sie uns erklären.
Sollten ein paar der Oligarchen oder deren wichtigsten Berater in den USA studiert haben, so ist dieses eine Ausbildung. Was aus einer Ausbildung gemacht wird, ist eine andere Sache.

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