Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.02.2013

00:34 Uhr

Monatsbericht

Finanzministerium sieht Aufschwung am Horizont

Ende 2012 ist die deutsche Wirtschaft geschrumpft. Doch bereits der Januar entpuppte sich als Hoffnungsträger: Der Monatsbericht des Finanzministeriums sieht positive Signale - und meldet gestiegene Steuerzahlungen.

Im Januar sind Milliarden an Steuern in die Staatskasse geflossen - und an die EU. dpa

Im Januar sind Milliarden an Steuern in die Staatskasse geflossen - und an die EU.

BerlinNach der konjunkturellen Delle Ende 2012 nimmt die deutsche Wirtschaft dem Bundesfinanzministerium zufolge wieder Fahrt auf. Positive Signale kämen aus der Industrie und vom privaten Konsum, schrieb das Ministerium in seinem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht. Als Beispiel wurde das Auftragsplus in der Industrie genannt. Zudem dürften die Ausgaben der Verbraucher im ersten Quartal 2013 für Impulse sorgen.

Im Schlussquartal 2012 war die Wirtschaft hierzulande noch um 0,6 Prozent geschrumpft und damit so stark wie seit dem Höhepunkt der Finanzkrise Anfang 2009 nicht mehr.

BIP schrumpft um 0,6 Prozent: Europas Rezession holt deutsche Wirtschaft ein

BIP schrumpft um 0,6 Prozent

Europas Rezession holt deutsche Wirtschaft ein

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Schlussquartal 2012 um 0,6 Prozent gegenüber den drei Vormonaten gesunken. Für den Einbruch – der viel stärker als erwartet ausfiel – sorgten vor allem sinkende Exporte.

Im Laufe dieses Jahres dürfte die Konjunktur wieder spürbar anziehen, erklärte das Ministerium. Die Bundesregierung rechnet für 2013 insgesamt mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes um 0,4 Prozent - nach 0,7 Prozent im Vorjahr.

Der positive Trend bei den Steuereinnahmen setzte sich im Januar fort. Bürger und Unternehmen überwiesen 40,2 Milliarden Euro an den Fiskus - ein Aufkommensplus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Bund musste allerdings mit einem Einnahmerückgang von 6,4 Prozent erhebliche Einbußen hinnehmen - vor allem in Folge deutlich höherer Abführungen an die EU-Kassen.

Wegen der weiterhin hohen Beschäftigung legten die Lohnsteuereinnahmen um 8,9 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro zu. Allerdings strich der Staat mit 15,5 Milliarden Euro 1,8 Prozent weniger aus den Umsatzsteuern ein.

Einen Sprung um 108,2 Prozent auf 678 Millionen Euro legten die von großen Unternehmen gezahlten Körperschaftsteuern hin. Darin spiegelten sich die hohen Gewinne vieler Unternehmen im Boomjahr 2011 wider. Insgesamt dürften Bund und Länder dieses Jahr fast 570 Milliarden Euro an Steuern einnehmen.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

bjarki

21.02.2013, 03:33 Uhr

Ueber gestiegene Steuerzahlungen einen Aufschwung zu definieren, das ist die Krankheit des Herrn Schaeuble. Und genau das wird Deutschland auf Dauer von allen Aufschwuengen abkoppeln. Hier wird vergessen, was ein Staat fuer eine Aufgabe hat. Derzeit spielt er sich als drittklassiger Unternehmer auf, der die Buerger bankrottiert. Das ist so, als wuerde ein Autohaendler der gleichzeitig alle Tankstellen besitzt, den Liter Sprit fuer 5000 Euro verkaufen und gleichzeit erwarten, dass alle seine Autos kaufen. Schaeuble sagt einfach: l'etat c'est moi, in Unkenntnis der Geschichte. Er muesste wissen, dass eine solche Haltung nichts weiter ist als Dummheit. Er sollte sofort seinen Hut nehmen

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×