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20.07.2016

13:44 Uhr

Nach Brexit-Votum

Notenbank hat keine Belege für Konjunktureinbruch

Ende Juni haben sich die Briten für einen Austritt aus der EU ausgesprochen. Anzeichen für einen drohenden Konjunktureinbruch kann die Notenbank des Königsreichs nicht ausmachen. Es gibt aber Warnsignale.

Laut der britischen Notenbank gibt es wenig Anzeichen dafür, dass die Verbraucher nach dem Brexit-Votum ihre Ausgaben drosselten. dpa

Union Jack

Laut der britischen Notenbank gibt es wenig Anzeichen dafür, dass die Verbraucher nach dem Brexit-Votum ihre Ausgaben drosselten.

LondonGroßbritanniens Notenbank kann derzeit keine klaren Anzeichen für einen drohenden Konjunktureinbruch nach dem Brexit-Votum ausmachen. Laut ihren regionalen Vertretern im Land hat zwar die wirtschaftliche Unsicherheit spürbar zugenommen, wie die Bank von England (BoE) am Mittwoch mitteilte. Es gebe aber wenig Anzeichen dafür, dass die Verbraucher ihre Ausgaben drosselten.

Dies sorgte am Devisenmarkt für Auftrieb für das britische Pfund. Es legte gegenüber dem Dollar zeitweise 0,52 Prozent auf 1,3178 Dollar zu. Der Euro gab unterdessen 0,73 Prozent auf 83,49 Pence nach. Die Briten hatten am 23. Juni in einem Referendum für einen Ausstieg ihres Landes aus der EU gestimmt.

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„Eine Mehrheit der Firmen, mit denen wir gesprochen haben, erwarten durch das Abstimmungsergebnis keine kurzfristigen Auswirkungen auf Investitions- und Anstellungspläne“, so die BoE. Etwa ein Drittel rechne mit einigen negativen Folgen für solche Vorhaben in den nächsten zwölf Monaten. Noch gebe es aber keine klaren Belege für eine deutliche Abschwächung der Wirtschaftsaktivitäten.

Die Notenbank machte dennoch auf Warnsignale aufmerksam. So gebe es einige Berichte, dass geplante Direktinvestitionen verschoben würden. Manche europäische Firmen würden zudem alternative Standorte für Teile ihrer Geschäfte prüfen. Einige internationale Konzerne gingen davon aus, in ihre kontinentaleuropäischen Geschäfte künftig stärker zu investieren als in ihre Töchter in Großbritannien.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte am Dienstag die Wachstumsaussichten für das Land stark nach unten revidiert. Er rechnet nun für das Vereinigte Königreich in diesem Jahr nur noch mit einem Zuwachs von 1,7 Prozent und für 2017 mit 1,3 Prozent. Das ist eine Korrektur nach unten um 0,2 Punkte in diesem und 0,9 Punkte im nächsten Jahr.

Von

rtr

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