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14.09.2016

18:25 Uhr

Nach dem Brexit-Votum

Britischer Arbeitsmarkt bleibt robust

Das Brexit-Votum hat bisher kaum Auswirkungen auf den britischen Arbeitsmarkt: Die Behörden registrierten im August 2400 Anträge auf Arbeitslosenunterstützung zusätzlich. Experten hatten 1800 erwartet.

Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung kletterte im August um 2400 auf 771.000. Reuters

Arbeitsmarkt in Großbritannien

Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung kletterte im August um 2400 auf 771.000.

LondonDer britische Arbeitsmarkt zeigt sich bislang wenig beeindruckt vom Brexit-Votum. Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung kletterte im August um 2400 auf 771.000, wie das Statistikamt ONS mitteilte.

Von Reuters befragte Experten hatten einen Anstieg um 1800 erwartet, nachdem es im Juli noch einen Rückgang um 3600 gegeben hatte. Die nach den Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) berechnete Erwerbslosenquote fiel dagegen im Juli auf 4,7 Prozent, den niedrigsten Wert seit September 2005. Die Zahl der Beschäftigten legte von Mai bis Juli um 174.000 zu.

Die Briten hatten sich am 23. Juni für einen Austritt aus der Europäischen Union ausgesprochen. Viele Fachleute befürchten, dass sich die Unsicherheit über die künftige wirtschaftliche Verankerung demnächst bemerkbar machen wird. Zwar wollen nach wie vor mehr Unternehmen Mitarbeiter einstellen als entlassen, wie aus einer aktuellen Umfrage des privaten Personaldienstleisters Manpower unter 2000 Arbeitgebern hervorgeht. Allerdings gilt das nicht für alle Branchen: Unternehmens- und Finanzdienstleister sowie Baufirmen und Versorger signalisierten für das Jahresende eine nachlassende Einstellungsbereitschaft. Besonders in ärmeren Gegenden wie Nordirland und Wales trübten sich die Beschäftigungsaussichten ein, ebenso in Schottland.

Von

rtr

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