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11.03.2011

14:19 Uhr

Nach Griechenland-Abwertung

Paris fordert Rating-Stopp für Schuldensünder

Die Ratingagenturen geraten wegen ihrer Rolle in der Euro-Schuldenkrise erneut unter Beschuss. Frankreichs Finanzministerin Lagarde wandte gegen die jüngsten Herabstufungen von Ländern wie Griechenland.

Christine Lagarde: Attacke auf die Ratingagenturen. Quelle: dpa

Christine Lagarde: Attacke auf die Ratingagenturen.

Paris"Ratingagenturen sollten nicht einschreiten", sagte Christine Lagarde am Freitag dem Radiosender France Culture. Sie sollten nicht die Kreditwürdigkeit von Ländern beurteilen, die mit Hilfspaketen der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds (IWF) gestützt werden. Lagarde forderte weitreichendere Schritte, um die Ratingagenturen stärker zu kontrollieren. Frankreich werde darauf bei EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier dringen.

Als gering beurteilte Lagarde die Chancen, dass beim EU-Gipfel am Freitag ein Durchbruch in der Frage der Schuldenkrise erzielt werden kann. Das Treffen in Brüssel sei vielmehr ein Schritt in Richtung Einigung, zu der es bei einem Treffen Ende März kommen könnte.

Nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch muss die Euro-Zone einen überzeugenden Plan zur Bewältigung der Schuldenkrise vorlegen, um finanziell angeschlagene Länder vor weiteren Herabstufungen zu bewahren. Gefordert seien schlüssige Strategien zur Haushaltskonsolidierung und Strukturreform, sagte der Chef der Fitch-Abteilung für Länder-Ratings, David Riley, am Freitag in einem Interview mit Reuters Insider TV. Zudem müsse die EU eine in sich stimmige Antwort auf die Schuldenkrise finden und eine weitreichendere Konjunkturerholung anstoßen. Andernfalls steige das Risiko weiterer Herabstufungen.

Kommentare (4)

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herbert1949

11.03.2011, 14:40 Uhr

Es ist bewundernwert welche armen Irren in der Politik tätig sind. Völlig absurd.

Buerge-r

11.03.2011, 15:17 Uhr

Was will Lagarde noch verbieten: den Tod? Wenn Sie es ernst meinte und sie nach Lösungen zur Trockenlegung des Schuldensumpf suchen würde, würde sie -zu Recht- kritisieren, dass die Rating-Agenturen mit gespaltener Zunge bewerten und bei der Misere in US nicht die gleichen Maßstäbe anlegen wie in Europa.

Aber was will man von der Vorsteherin einer Staatswirtschaft, die ihr Wirtschaftsmodell nach ganz Europa exportieren will und dabei durch die Vorsteherin des Departements Allemagne Merkel, bestens unterstützt wird, erwarten.

leser

11.03.2011, 15:19 Uhr

Damit würden auch die wirtschaftspolitischen Fehlentscheidungen sichtbar und die heißt es zu verdecken. Gegen andere hetzen und sich selbst schützen, dass sind Politiker.

Es scheint so, als währe Frankreich der nächste Kandidat.

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