Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.03.2011

13:58 Uhr

Nach hartem Winter

Deutsche Wirtschaft in bester Stimmung

Die deutsche Wirtschaft hat sich von den Folgen des harten Winters erholt. Nach teilweise heftigen Produktionseinbrüchen sind die Unternehmen im Industrie-, Energie- und Baugewerbe wieder überdurchschnittlich ausgelastet.

Bauarbeiter in Brandenburg: Im Januar ging es vor allem auf den Baustellen wieder voran. Quelle: dpa

Bauarbeiter in Brandenburg: Im Januar ging es vor allem auf den Baustellen wieder voran.

Berlin

Die deutsche Wirtschaft hat den Rückschlag wegen des starken Wintereinbruchs bereits im Januar wieder weggesteckt. Das Produzierende Gewerbe - also Industrie, Energie und Bau - fuhren ihre Produktion zum Vormonat insgesamt um 1,8 Prozent hoch, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte. Das Niveau vor den Einbußen im Dezember sei damit bereits wieder deutlich überschritten, vor allem der Bau holte auf.

Eis und Schnee hatten Ende 2010 für ein Produktionsminus von 0,6 Prozent gesorgt. Das Ministerium sprach nun von einem positiven Jahresauftakt. Die Industriefirmen seien in bester Stimmung, wieder überdurchschnittlich ausgelastet und verfügten über dicke Auftragsbücher. "Ihre Produktion bleibt in der Tendenz klar aufwärts gerichtet."

Im Januar ging es vor allem auf den Baustellen wieder voran. Hatte der harte Winter im Dezember hier die Produktion noch so stark sinken lassen wie seit mindestens 20 Jahren nicht, so gab es zum Jahresanfang ein kräftiges Plus von 36,3 Prozent.

Der Energiesektor drosselte seinen Ausstoß um ein Prozent, hatte aber mit einem Plus von 1,3 Prozent vom kältesten Dezember seit etwa 40 Jahren profitiert.

Die Industrie setzte ihre erfolgreiche Aufholjagd nach der Rezession fort. Sie sammelte im Januar überraschend viele Aufträge ein und produzierte 0,2 Prozent mehr. Hersteller von Vorleistungsgütern wie Chemikalien produzierten 5,3 Prozent mehr, Produzenten von Maschinen und Anlagen sowie anderen Investitionsgütern verbuchten ein Minus von 5,5 Prozent. Hersteller von Konsumgütern produzierten 2,8 Prozent mehr.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

abc123

09.03.2011, 14:36 Uhr

"Die Industrie setzte ihre erfolgreiche Aufholjagd nach der Rezession fort. ........... Produzenten von Maschinen und Anlagen sowie anderen Investitionsgütern verbuchten ein Minus von 5,5 Prozent."

Ich dachte immer, ein Rückgang der Investitionsgüter sei ein Anzeichen für den Beginn einer Rezession, da dann in der nächsten Zeit (wegen weniger Maschinen etc) weniger produziert und verkauft wird. Aber gut, dass ich es nun besser weiß......

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×