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25.04.2014

03:28 Uhr

Nach Steuererhöhung

Japans Inflation steigt geringer als erwartet

Japans Daten geben Grund zur Hoffnung: Das Land bewegt sich scheinbar aus der seit 15 Jahren anhaltenden Deflation. Die Teuerung der Verbraucherpreise ist zugleich der stärkste Preisanstieg im Großraum Tokio seit 1992.

Die japanische Flagge vor der Bank of Japan in Tokio. dpa

Die japanische Flagge vor der Bank of Japan in Tokio.

TokioJapan bewegt sich aus der Deflation heraus. Wie die Regierung in Tokio am Freitag mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im März ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln um 1,3 Prozent im Verglichen zum Vorjahresmonat.

Analysten hatten eine Verteuerung von 1,4 Prozent erwartet. Die Daten gaben weiteren Grund zur Hoffnung, dass Japan sich langsam aus der seit 15 Jahren anhaltenden Deflation befreien kann. Die Notenbank will die Teuerungsrate an die Marke von zwei Prozent bringen.

Für die Region Tokio lagen auch schon Daten für April vor. Demnach stiegen die Verbraucherpreise ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,7 Prozent, was ebenfalls leicht unter den Erwartungen der Analysten von 2,8 Prozent lag.

Eckpunkte der neuen japanischen Geldpolitik

Festes Inflationsziel

Die Bank von Japan legt sich fest: Innerhalb von zwei Jahren wird sie eine Inflationsrate von zwei Prozent erreichen.

Verdoppelung der Geldbasis

Die Geldbasis soll von jetzt 138 Billionen Yen auf 270 Billionen Yen im Jahr 2014 steigen. Umgerechnet geht es um eine Steigerung von 1,05 Billionen Euro auf 2,05 Billionen Euro.

Kauf von Staatsanleihen

Die Bank von Japan will 77 Prozent des frischen Zentralbankgelds in Staatsanleihen mit langer Laufzeit investieren. Die durchschnittliche Laufzeit ihrer Staatsanleihen soll von drei auf sieben Jahre steigen.

Dauer der Maßnahmen

Die Zentralbank legt sich darauf fest, so lange an der expansiven Geldpolitik festzuhalten, bis sie ihr Inflationsziel erreicht hat.

Aussetzung des Banknoten-Prinzips

Die Bank von Japan setzt zeitweilig das Banknoten-Prinzip außer Kraft, wonach sie nicht den Wert der im Umlauf befindlichen Banknoten überschreiten darf.

Die Teuerung stellt gleichwohl den stärksten Preisanstieg im Großraum Tokio seit 1992 dar. Im März hatte die Teuerung in der Hauptstadtregion noch bei 1,0 Prozent gelegen. Zum 1. April wurde die Umsatzsteuer von fünf auf acht Prozent erhöht. Die Steuererhöhung dürfte nach Einschätzung der japanischen Notenbank dazu führen, dass sich die Verbraucherpreise durchschnittlich um 1,7 Prozent verteuern.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

25.04.2014, 08:19 Uhr

Der Mainstream wird immer lächerlicher!
Abenomics ist gescheitert!! Außer Spesen nix gewesen!

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