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02.06.2017

17:36 Uhr

Nach Trump-Kritik

US-Handelsdefizit klettert auf höchsten Stand seit Januar

Die Ausfuhren lassen nach, die Einfuhren steigen: Das Handelsdefizit der USA ist stärker gewachsen als erwartet. Im Handel mit China liegt die größte Ausweitung vor. Auch das kritisierte deutsche Defizit ist gestiegen.

In den USA wurden deutlich weniger Waren ins Ausland verschifft als eingefahren wurden. dpa

Handelsdefizit

In den USA wurden deutlich weniger Waren ins Ausland verschifft als eingefahren wurden.

WashingtonDas US-Handelsdefizit hat sich im April stärker ausgeweitet als erwartet. Die Importe übertrafen die Exporte um 47,6 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Das sind 5,2 Prozent mehr als im Vormonat – und der höchste Stand seit Januar. Ökonomen hatten nur mit einem Zuwachs auf gut 46 Milliarden Dollar gerechnet. Während die Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen um 0,3 Prozent auf 191 Milliarden Dollar fielen, stiegen die Einfuhren um 0,8 Prozent auf 238,6 Milliarden Dollar.

Das US-Handelsdefizit mit China weitete sich um gut zwölf Prozent auf 27,6 Milliarden Dollar aus. Das Minus im Handel mit der Europäischen Union erhöhte sich auf 12,5 Milliarden Dollar. Allein das Defizit mit Deutschland kletterte um 4,3 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar.

Die Regierung von Präsident Donald Trump wirft wichtigen Handelspartnern wie China und Deutschland vor, sich mit unfairen Praktiken Vorteile im internationalen Wettbewerb zu erschleichen. Trump hatte jüngst betont, Deutschland habe einen massiven Handelsüberschuss mit den USA und zahle zu wenig für die Nato. „Sehr schlecht für die USA. Das wird sich ändern“, twitterte Trump am Dienstag.

Von

rtr

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