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05.01.2007

14:46 Uhr

Nach US-Arbeitsdaten

„Vergesst Zinssenkungen“

Die US-Unternehmen haben im Dezember deutlich mehr Stellen geschaffen als erwartet. Auch die beiden Vormonate wurden nach oben revidiert. Händler ziehen daraus einen Schluss: „Vergesst Zinssenkungen.“

WASHINGTON. Wie das US-Arbeitsministerium am Freitag berichtete, stieg die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 167 000, während Volkswirte lediglich einen Stellenzuwachs um 118 000 erwartet hatten. Zugleich wurden die Angaben für die beiden Vormonat nach oben korrigiert. Für November wird nun ein Plus von 154 000 Jobs gemeldet, nachdem der Zuwachs zunächst auf 132 000 beziffert worden war. Für den Oktober wurde die Zahl auf 86 000 von zuvor 79 000 nach oben revidiert.

Die bei einer separaten Erhebung ermittelte Arbeitslosenquote belief sich im Dezember auf 4,5%, Ökonomen hatten eine Quote von 4,6% erwartet. Im Vormonat hatte die Quote ebenfalls 4,5% betragen. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen den weiteren Angaben zufolge um 0,5% bzw. 0,08 US-Dollar auf 17,04 US-Dollar. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit verharrte im Vergleich zum Vormonat bei 33,9 Stunden.

»  Kommentar: US-Wirtschaft stärker als gedacht

Die Händler am Aktienmarkt gaben sich überrascht von den ausserordentlich starken Daten. „Und dazu der kräftige Anstieg der Stundenlöhne“, sagte ein Händler mit Verweis auf die 8 US-Cent mehr je Arbeitsstunde. Dies zeige den Lohndruck und Inflation. „Das mit den Zinssenkungen können die USA erstmal vergessen." Die Renten-Futures und Treasurys reagieren darauf mit scharfen Abgaben.

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