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08.02.2012

09:41 Uhr

Neuer Rekord

Deutsche Exporte überschreiten die Eine-Billion-Euro-Marke

Goldene Zeiten für Deutschlands Außenhandel: Die Exporte haben im vergangenen Jahr zum ersten Mal die Marke von einer Billion Euro überschritten. Auch die Einfuhren erreichten einen Rekordwert.

Containerhafen in Hamburg: Goldene Zeiten für den deutschen Außenhandel. dapd

Containerhafen in Hamburg: Goldene Zeiten für den deutschen Außenhandel.

WiesbadenDie deutschen Exporte haben im vergangenen Jahr zum ersten Mal die Marke von einer Billion Euro überschritten. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, führte Deutschland 2011 Waren im Wert von 1060,1 Milliarden Euro aus, das waren 11,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch die Einfuhren erreichten im vergangenen Jahr mit einem Wert von 902,0 Milliarden Euro eine neue Höchstmarke. Die Importe stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 13,2 Prozent. Der bisherige Höchstwert bei den Einfuhren lag bei 805,8 Milliarden Euro und wurde im Jahr 2008 erreicht.

Damit schloss Deutschland den Statistikern zufolge die Außenhandelsbilanz 2011 mit einem Überschuss von 158,1 Milliarden Euro ab. Ein Jahr zuvor hatte der Überschuss 154,9 Milliarden Euro betragen.

Ein Großteil der Ausfuhren ging im vergangenen Jahr in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union: Dorthin wurden Waren im Wert von 627,3 Milliarden Euro exportiert, das waren laut Statistik 9,9 Prozent mehr als 2010. Im Gegenzug führte Deutschland Waren für 572,6 Milliarden Euro aus den EU-Mitgliedsländern ein. Dies war ein Plus von 13,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Exporte in Drittländer nahmen gegenüber 2010 um 13,6 Prozent zu, die Importe aus Drittländern stiegen um 12,0 Prozent.

Am Jahresende ging den Exporteuren allerdings die Puste aus. Ihr Umsatz fiel im Dezember um 4,3 Prozent. Einen stärkeren Rückgang hatte es zuletzt auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Januar 2009 gegeben. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich ein Minus von 1,0 Prozent erwartet.

„Der Dezember war kein guter Monat“, kommentierte Andreas Scheuerle von der Dekabank. Die Euro-Schuldenkrise gepaart mit einer globalen Nachfrageschwäche sei für die schwachen Zahlen verantwortlich, so der Analyst.

Laut Christian Schulz von der Berenberg Bank war der Exportrückgang wegen schwächelnder Absatzmärkte in der Euro-Zone erwartet worden. „Überraschender ist der Rückgang der Einfuhren“, sagte Schulz. Der milde Winter könne die Energieimporte gedrosselt haben, vermutete Schulz.

Kommentare (30)

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08.02.2012, 08:39 Uhr

Jaja und der Sieg ist bald nahe, wir wissen es, jaja und niemand hatte vor eine MAuer zu errichten!

Sorry dieser Exportunsinn ist doch der selbe Blödsinn wie die Story mit der Rekordbeschäftigung und dubioser anderer Rekorde die komischerweise alle in letzter Zeit passieren. Man könnte meinen dieser Quatsch wird den Medien staatlich verordnet. Wenn ich allerdings in die reale Welt, in Umfelder, Freunde Bekannte, egal wo betrachte, dann sehe ich etwas anderes, nämlich zahlende Lohnsklaven die immer weniger verdienen!!!

Exportwunder Deutschland??? Ja ganz toll, nur dass wir wahrscheinlich jedem erst die Kohle schicken müssen damit die unseren Mist importieren können.

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08.02.2012, 08:50 Uhr

Selber Schuld, wenn in seinen " Umfeld, Freunde Bekannte " sich nur Hartzer aus der Warteschlange beim Arbeitsamt befinden!

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08.02.2012, 08:51 Uhr

Jaja, die Wunderwaffen....

Leider haben die Südlinge weder den Willen noch die Fähigkeit, diese schönen Dinge auch zu bezahlen.

Richtiger wäre es also, wenn das Handelsblatt melden würde: Neuer Rekord bei den Target-2 Zielsalden eingefahren; die Ausplünderung geht ungebremst weiter.

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