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26.11.2015

19:10 Uhr

Neues Rekordhoch

Französische Arbeitslosigkeit steigt weiter

Trotz aller Bemühungen der französischen Regierung steigt die Zahl der Erwerbslosen unverändert. Seit 2012 hat sich die Arbeitslosenzahl um mehr als eine halbe Million erhöht – und erreicht einen neuen Rekord.

Trotz milliardenschwerer Programme und einer Erholung der Wirtschaft steigt die Zahl der Erwerbslosen in Frankreich weiter an. dpa

Trendwende verpasst

Trotz milliardenschwerer Programme und einer Erholung der Wirtschaft steigt die Zahl der Erwerbslosen in Frankreich weiter an.

ParisDie Arbeitslosigkeit in Frankreich ist ungeachtet aller Maßnahmen der Regierung im Oktober auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Die Zahl der Erwerbslosen habe um 42.000 auf 3,589 Millionen zugenommen, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Das sei zum Vormonat ein Plus von 1,2 Prozent und zum Vorjahreszeitraum von 3,7 Prozent. Seit dem Amtsantritt von Präsident Francois Hollande im Mai 2012 hat sich die Arbeitslosenzahl in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone damit um mehr als eine halbe Million erhöht. Das Staatsoberhaupt hatte versprochen, den Trend umzukehren. Die Regierung in Paris stützt den Arbeitsmarkt mit Milliardenprojekten insbesondere für Jugendliche und Senioren. Frankreichs Wirtschaft hat zuletzt wieder etwas Schwung gewonnen. Sie wuchs im dritten Quartal um 0,3 Prozent.

So geht es den großen Vier der Euro-Zone

Deutschland

Konjunkturlokomotive in Europa. Schrammte im vergangenen Sommer noch an einer Rezession vorbei, feiert aber ein Comeback, dank eines kräftigen Wachstums zum Jahresende hin. Wichtigste Säule: Der private Konsum, der von Lohnerhöhungen und den Beschäftigungsrekorden am Arbeitsmarkt gestützt wird.

Frankreich

Die Nummer Zwei der Euro-Zone steckt in einer wirtschaftlichen Lähmung. Kaum Wachstum. Größtes Problem ist die Arbeitslosigkeit auf Rekordniveau. Die Regierung steckt deswegen in der Zwickmühle, denn sie muss massiv sparen, um das ausufernde Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen.

Italien

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone kommt nicht aus dem Tal heraus. Stagnation zum Jahresende 2014, Arbeitslosigkeit auch dort auf Rekordhoch. Hat noch viele Reformen vor sich – wehrt sich aber auch gegen strikte Sparvorgaben der EU.

Spanien

Das einstige Krisenland scheint über den Berg. Die viertgrößte Ökonomie in der Euro-Zone wuchs zum Jahresende so stark wie seit sieben Jahren nicht mehr. Leidet allerdings immer noch unter einer extrem hohen Arbeitslosigkeit.

Von

rtr

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