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17.02.2004

17:56 Uhr

New Yorker Index deutet auf weitere Belebung hin

Kalter Winter beschert US-Industrie Produktionsplus

Die Gesamterzeugung der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger in den USA stieg zu Jahresbeginn um 0,8 Prozent nach einem unveränderten Niveau im Dezember, teilte die US-Notenbank (Fed) am Dienstag mit.

HB NEW YORK. Der Zuwachs zum Vormonat entsprach exakt den durchschnittlichen Erwartungen von Analysten und war der stärkste seit November. Der größte Teil des Anstiegs entfiel auf die Energieerzeuger, die angesichts der niedrigen Temperaturen einen Produktionszuwachs von 5,2 Prozent verzeichneten. Die Erdgas-Nachfrage stieg um 7,0 Prozent.

Zugleich lasteten die Betriebe den Angaben zufolge auch ihre Kapazitäten wieder stärker aus. Die entsprechende Rate kletterte auf 76,2 Prozent von revidiert 75,6 Prozent im Vormonat und war damit so hoch wie seit Juni 2002 nicht mehr. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Anstieg auf 76,4 Prozent gerechnet.

Positive Signale zur Lage der Industrie gingen auch von dem New Yorker Konjunkturindex aus. Die Lage in der Industrie im Großraum New York verbesserte sich demnach im Februar den zehnten Monat in Folge. Allerdings hinkt die Beschäftigung der Gesamtentwicklung weiter hinterher. Der von der Federal Reserve Bank von New York ermittelte Index stieg auf ein Rekordhoch von plus 42,05 Punkten nach revidiert plus 38,85 Zählern im Januar.

Nahezu alle befragten Unternehmen erwarteten für die nächsten sechs Monate unveränderte oder sogar bessere Geschäftsbedingungen, teilte die Fed von New York mit. Der Beschäftigungsindex sank dagegen um fast acht Punkte auf 16,5 Zähler, was auf einen verlangsamten Stellenzuwachs hindeutete. Auch landesweit hatten die Beschäftigtenzahlen im Dezember und Januar enttäuschend gering zugelegt.

Die Daten der New Yorker Fed gelten als vergleichsweise zuverlässiger und frühzeitiger Indikator für die landesweite Entwicklung der Industrie zu Beginn eines Monats. Allerdings wird der Index noch nicht sehr lange erhoben. Volkswirte sehen seit einiger Zeit vor allem in der schwachen Beschäftigungsentwicklung ein Wachstumsrisiko. Eine anhaltend hohe Arbeitslosigkeit könnte zu mehr Zurückhaltung der Verbraucher führen, was letztlich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bremsen könnte. Immerhin machen die Verbraucherausgaben etwa zwei Drittel der Gesamtleistung der US-Wirtschaft aus.

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