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14.03.2011

11:35 Uhr

Notenbank-Gelder

Japan stützt angeschlagenen Finanzmarkt

Das Erdbeben- und Atom-Desaster macht auch Japans Wirtschaft schwer zu schaffen: Die Notenbank des Landes versucht mit massiven Geldspritzen die Folgen abzumildern.

Gebäude der Bank of Japan: Die Notenbank kämpft gegen eine Panik an den Märkten. Quelle: dpa

Gebäude der Bank of Japan: Die Notenbank kämpft gegen eine Panik an den Märkten.

Tokio

Japans Um die Märkte zu stabilisieren, pumpen die Währungshüter die Rekordsumme von umgerechnet 132 Milliarden Euro in das Finanzsystem. Zudem werde das laufende Wertpapierankaufprogramm um fünf Billionen Yen (rund 44 Milliarden Euro) ausgeweitet, teilte die Bank of Japan am Montag in Tokio mit. Banken in den besonders von dem Beben betroffenen Landesteilen bekommen zusätzlich Liquidität.

Die Aktion der Zentralbank bremste den Anstieg des Yen an den Währungsmärkten. Fachleute halten in den kommenden Tagen Eingriffe in den Devisenhandel durch die Japaner für denkbar.

Finanzminister Yoshihiko Noda begrüßte die "angemessene und rasche Entscheidung" der Bank von Japan. Ihren Leitzins beließen die Währungshüter bei nahe null Prozent.

Notenbankgouverneur Masaaki Shirakawa sagte in Tokio, die Zentralbank werde die Entwicklung an den Märkten in den nächsten Wochen eng beobachten; gegebenenfalls könnten die Maßnahmen angepasst werden, wenn mehr Klarheit über das ökonomische Ausmaß der Verwüstungen bestehe. "Der heutige Schritt hat das Ziel die Märkte für Commercial Paper, Anleihen und Aktien zu beruhigen." An der Börse Tokio hatte der Nikkei-Index am Montag um mehr als sechs Prozent nachgegeben.

Der Ratingagentur Moody's zufolge gibt es keine größeren Störungen im Zahlungsverkehr. Allerdings sei der ökonomische Schaden durch die Katastrophe größer als zunächst erwartet. "Die wirtschaftlichen Folgen scheinen größer zu sein als wir noch am Freitag angenommen hatten", sagte Moody's-Experte Tom Byrne zu Reuters Insider. Ökonomen warnten unterdessen, die nach den USA und China drittgrößte Volkswirtschaft der Welt stehe wegen des Bebens vor einer Rezession.

Der Nordosten Japans war am Freitag vom schwersten Erdbeben in der Geschichte des Landes erschüttert und anschließend von einem Tsunami überrollt worden. Bei der Katastrophe wurden auch mehrere Atomkraftwerke schwer beschädigt. In Reaktion auf das Beben hatten sich Investoren zunächst mit dem Yen eingedeckt.

Während japanische Anleger Investitionen aus aller Welt nach Hause zurückholten, lösten internationale Investoren Geschäfte auf, die sie mit Yen-Krediten günstig finanziert hatten.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Norbert

14.03.2011, 14:10 Uhr

Weiterhin wird Falschgeld aus dem NICHTS ohne jeglichen Gegenwert !!!! produziert......
Potenziert von den Geschäftsbanken welche nochmal 98% auf NICHTS dazugeben dürfen......
Dafür bezahlt das dumme Volk Zins und Zinseszins.......
Wahrlich eine große Hilfe für die Bevölkerung !!!!!!!

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