Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.01.2007

15:45 Uhr

November-Zahlen

US-Handelsdefizit unerwartet geschrumpft

Das Außenhandelsdefizit der USA ist im November wegen des billigeren Öls auf das niedrigste Niveau seit Juli 2005 gesunken. Dennoch werden die USA für das vergangene Jahr voraussichtlich das größte Defizit aller Zeiten verbuchen - bis einschließlich November belief es sich auf 701,6 Milliarden Dollar.

HB WASHINGTON. Der Fehlbetrag sank um ein Prozent auf 58,2 Milliarden Dollar, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Experten hatten im November mit einem Anstieg des Defizits auf 59,9 Milliarden Dollar gerechnet. Die gesamten Einfuhren kletterten nur minimal auf 183 Milliarden Dollar, die Exporte dagegen legten um knapp ein Prozent auf einen neuen Rekordwert von 124,76 Milliarden Dollar zu.

Der Fehlbetrag in der US-Handels- und Leistungsbilanz wird an den Märkten mit großer Aufmerksamkeit betrachtet. Zur Finanzierung des Fehlbetrags benötigen die USA massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland. Bleiben diese aus, droht eine Dollar-Abwertung mit entsprechenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft. Der Dollar reagierte entsprechend auf den Rückgang des Defizits mit Kursgewinnen.

Im besonderen Blick der Märkte steht jeden Monat auch das US-Handelsdefizit mit China. Dieses sank im November um sechs Prozent auf 22,9 Milliarden Dollar. Von Januar bis November belief sich das China-Defizit auf 213,5 Milliarden Dollar und übertraf damit bereits den Rekordwert des gesamten Vorjahres deutlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×