Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.01.2008

15:38 Uhr

Nur noch 1,7 Prozent

Bundesregierung senkt Wachstumsprognose

VonSven Afhüppe

ExklusivBereits Ende des vergangenen Jahres hatte das Wirtschaftsministerium angekündigt, dass die Prognose für 2008 nicht zu halten sei. Damals war die Regierung allerdings noch von 1,8 bis 1,9 Prozent ausgegangen. Jetzt ist das Bundeswirtschaftsministerium noch vorsichtiger.

Konjunktur: Die Bundesregierung senkt ihre Prognose. Handelsblatt

Konjunktur: Die Bundesregierung senkt ihre Prognose.

BERLIN. Die Bundesregierung senkt ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf nur noch 1,7 Prozent. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) wird diese neuen Konjunkturdaten im Jahreswirtschaftsbericht der Regierung vorstellen, der am kommenden Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet wird. Nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen haben sich das Kanzleramt und die zuständigen Ministerien auf diesen Wert verständigt. Ursprünglich hatte die Regierung für dieses Jahr mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von zwei Prozent gerechnet.

Auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte kürzlich angedeutet, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr wohl nur noch um 1,8 oder 1,9 Prozent wachsen werde.

Dass die Bundesregierung die Wachstumsprognose noch niedriger ansetzt, liegt nach Informationen des Handelsblatts vor allem an den unklaren Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise. Steinbrück wie Glos haben erst kürzlich darauf hingewiesen, dass sich das volle Ausmaß der US-Immobilienkrise erst in den nächsten Monaten aufzeigen lasse. Hinzu kommt, dass der weiterhin hohe Kurs des Euro zum Dollar und der gestiegene Ölpreis die Konjunktur belasten. Trotz der nachlassenden Konjunktur geht die Bundesregierung davon aus, dass die Arbeitslosigkeit auch in diesem Jahr weiter zurückgehen wird.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×