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03.06.2015

11:19 Uhr

OECD-Wirtschaftsprognose

USA und China drücken auf die Stimmung

Die OECD hat ihre Prognose für das globale Wachstum nach unten korrigiert: Zwei Giganten der Weltwirtschaft schwächeln, nötige Investitionen bleiben aus. Ausgerechnet der Euro-Raum erscheint der OECD als Lichtblick.

Die OECD-Experten mahnen mehr Investitionen an, um die Weltwirtschaft anzukurbeln. Momentan investieren die Unternehmen zu wenig in Fabriken, Produktionsgüter, Technologien und Dienstleistungen. dpa

Baustelle in Deutschland

Die OECD-Experten mahnen mehr Investitionen an, um die Weltwirtschaft anzukurbeln. Momentan investieren die Unternehmen zu wenig in Fabriken, Produktionsgüter, Technologien und Dienstleistungen.

ParisDie Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre weltweite Wachstumsprognose gesenkt: Für das laufende Jahr rechnet die in Paris ansässige Organisation in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Wirtschaftsausblick nur noch mit einem weltweiten Wachstum von 3,1 Prozent. Im kommenden soll es dann um 3,8 Prozent anziehen. Im März hatte die OECD noch ein Wachstum von 4,0 Prozent für 2015 und 4,3 Prozent für 2016 erwartet.

Es sei davon auszugehen, dass das Wachstum der Weltwirtschaft „allmählich anzieht“, heißt es in dem Bericht. Den Durchschnittswerten aus der Zeit vor der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise werde es sich voraussichtlich erst Ende 2016 annähern.

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Die gesenkte Prognose begründete die OECD, die zwei Mal im Jahr einen Wirtschaftsausblick veröffentlicht, zum einen mit dem Konjunkturrückgang in den USA und China: Die OECD geht davon aus, dass das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr nur um 2,0 Prozent steigt, nachdem sie noch im März von 3,1 Prozent ausgegangen war. Die Anstiegsrate für China wurde von 7,4 Prozent auf 6,8 Prozent nach unten revidiert. Zum anderen führte die OECD an, dass Risiken, wie ein möglicher Zahlungsausfall Griechenlands, das Vertrauen beeinträchtigen.

Zur Ankurbelung der Weltwirtschaft seien mehr Investitionen nötig, mahnen die Experten der OECD. Die Unternehmen investierten zu wenig in Fabriken, Produktionsgüter, Technologien und Dienstleistungen. Aber auch viele Regierungen hätten Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur angesichts knapper Haushaltsmittel verschoben. Anreize für mehr Investitionen in neue Technologien könne die im Dezember in Paris geplant Weltklimakonferenz geben, heißt es in dem Bericht. Dazu müsse die Konferenz aber „klare Signale“ aussenden.

Kommentare (1)

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Herr Renatus Isenberg

03.06.2015, 15:50 Uhr

Nicht ganz unerheblich ist der Streit USA - China über die Landgweinnung Chinas im Pazifik.
Sicher mit Zustimmung der USA hat der philippinische Präsident gestern China verglichen mit Nazi Deutschland und den Annexionen Hitlers von Polen, Czechei usw. , die zum zweiten Weltkrieg geführt haben.

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