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29.01.2014

10:19 Uhr

Optimistische Bundesbürger

Konsumlaune so gut wie lange nicht mehr

Bei deutschen Verbrauchern herrscht dank Konjunkturaufschwung so viel Optimismus wie selten zuvor. Die neuesten Daten der GfK legen nahe: Ans Sparen denken immer weniger Menschen, die Konsumlaune steigt und steigt.

Deutsche in Konsumlaune: „Die Bundesbürger sehen die deutsche Wirtschaft derzeit klar im Aufschwung.“ dpa

Deutsche in Konsumlaune: „Die Bundesbürger sehen die deutsche Wirtschaft derzeit klar im Aufschwung.“

NürnbergDie Aussicht auf einen Konjunkturaufschwung hat die Verbraucherstimmung in Deutschland weiter beflügelt. Die Konsumlaune sei im Januar so gut gewesen wie zuletzt vor mehr als sechs Jahren, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Mittwoch in Nürnberg mit. Ein stabiler Arbeitsmarkt sowie eine geringe Inflation seien für das Konsumklima derzeit ideal.

Setze sich die Entwicklung weiter fort, dürfte der private Verbrauch auch 2014 wieder einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten, schätzt die GfK. 2013 lag der Beitrag bei knapp einem Prozent. Eine exakte Prognose für 2014 will die GfK erst Mitte Februar bekanntgeben.

Umsatz des Einzelhandels in Deutschland im Internet insgesamt und im Weihnachtsgeschäft in den Jahren 2003 bis 2013

2003

Umsatz insgesamt: 11 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 2,8 Milliarden Euro

2004

Umsatz insgesamt: 13 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 3,3 Milliarden Euro

2005

Umsatz insgesamt: 14,5 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 3,6 Milliarden Euro

2006

Umsatz insgesamt: 16,3 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 4,1 Milliarden Euro

2007

Umsatz insgesamt: 18,3 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 4,6 Milliarden Euro

2008

Umsatz insgesamt: 20 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 5 Milliarden Euro

2009

Umsatz insgesamt: 21,9 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 5,5 Milliarden Euro

2010

Umsatz insgesamt: 23,7 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 5,9 Milliarden Euro

2011

Umsatz insgesamt: 26,1 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 6,5 Milliarden Euro

2012

Umsatz insgesamt: 29,5 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 7,4 Milliarden Euro

2013

Umsatz insgesamt: 33,1 Milliarden Euro*

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 8,5 Milliarden Euro*

* Prognose

Quelle: Statista.de

Als Triebfeder des Konsumklimas erwies sich im Januar vor allem die Zuversicht vieler Menschen, 2014 mehr Geld auf dem Lohn- und Gehaltskonto zu haben: Der Indikator für die sogenannte Einkommenserwartung kletterte auf ein 13-Jahres-Hoch, berichtete die GfK.

Entsprechend locker saß bei vielen Verbrauchern das Geld: Die sogenannte Anschaffungsneigung legte nach GfK-Angaben zum Jahresauftakt noch einmal zu und übertraf selbst das Sieben-Jahres-Hoch vom Dezember 2013. Das Konsumklima werde daher im Februar auf den Wert von 8,2 Punkte klettern - nach revidiert 7,7 Punkten im Dezember.

„Die Bundesbürger sehen die deutsche Wirtschaft derzeit klar im Aufschwung“, stellten die Konsumforscher fest. Dies belege der Indikator für die konjunkturellen Erwartungen der Verbraucher. Der Wert stieg im Januar zum fünften Mal in Folge.

Nach Einschätzung der Nürnberger profitiert das Konsumklima zudem stark von den niedrigen Zinsen: Viele Verbraucher hielten niedrig verzinste Geldanlagen etwa auf Tages- oder Festgeldkonten kaum noch für attraktiv, berichtete GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl.

„Die Sparneigung der Deutschen befindet sich im freien Fall und ist im Januar abermals auf den niedrigsten Wert seit der deutschen Wiedervereinigung gesunken“, sagte Bürkl der Nachrichtenagentur dpa. Im Januar hatte der Index für die Sparneigung bei minus 49 Punkten gelegen. Inflationsgefahren sieht Bürkl wegen der großen Ausgabefreude dennoch nicht.

Von

dpa

Kommentare (1)

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popper

29.01.2014, 10:53 Uhr

Die Konsumlaune mag ja steigen, aber nicht der Konsum.Wer die ständig widerlegten Prognosen der GfK tatsächlich noch glaubt, ist wirklich nicht mehr zu retten. Dass es dieser ständigen Propaganda eigentlich bedarf, ist ein Armutszeugnis für unser Land. Man muss sich doch nur die Zahlen des Statistischen Bundesamtes anschauen, um festzustellen, dass diese Münchausen-Politik der Medien nicht verfängt.

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