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18.03.2012

17:39 Uhr

Pimco-Chef El-Erian

„Portugal wird das zweite Griechenland“

Nach Griechenland und Irland hängt auch Portugal weiter am Tropf des Euro-Rettungsschirms. Der Chef des US-Vermögensverwalter Pimco, Mohamed El-Erian, befürchtet eine weitere Eskalation der Finanzlage.

Mohamed El-Erian, Chef des US-Vermögensverwalters Pacific Investment Management Company (PIMCO). Reuters

Mohamed El-Erian, Chef des US-Vermögensverwalters Pacific Investment Management Company (PIMCO).

HamburgDas Euro-Krisenland Portugal wird sich nach Einschätzung des US-Vermögensverwalters Pimco in diesem Jahr zu einem „zweiten Griechenland“ entwickeln. „Unglücklicherweise wird das so sein“, sagte Pimco-Chef Mohamed El-Erian dem „Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Das erste Rettungspaket für die Portugiesen werde sich als unzureichend herausstellen, dann werde das Land seine europäischen Nachbarn um neues Geld bitten, was zu einer Debatte über die Lastenverteilung führe. „Dann werden die Finanzmärkte nervös“, so der Pimco-Chef, dessen Unternehmen den weltgrößten Anleihefonds verwaltet. 

Portugal ist - nach Griechenland und Irland - das dritte Land der Eurozone, das wegen drohender Staatspleite an den internationalen Finanztropf gehängt wurde. Die 2011 zugesagten Finanzhilfen des Euro-Rettungsschirms EFSF und des Internationalen Währungsfonds haben ein Volumen von 78 Milliarden Euro. 

EU-Währungskommissar Olli Rehn hatte dem hoch verschuldeten Land im Südwesten Europas indes erst vor kurzem ein gutes Zeugnis ausgestellt. Das Euro-Land sei bei den Bemühungen zur Sanierung der Staatsfinanzen und zur Wiedererlangung des Vertrauens der Marktteilnehmer „auf richtigem Wege“, versicherte Rehn am Mittwoch. Dabei hob Rehn hervor, die Lage in Portugal unterscheide sich sehr von der Situation Griechenlands. Die Dimension der Krise in beiden Ländern sei nicht zu vergleichen, und in Portugal gebe es einen breiteren politischen Konsens über das Sparprogramm. Außerdem zeige die portugiesische Haushaltssanierung bereits erste Wirkungen.

 

Von

dpa

Kommentare (26)

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Account gelöscht!

18.03.2012, 18:30 Uhr

Portugal wird das zweite Griechenland. Was wird aber Spanien? Das dritte Griechenland oder das zweite Portugal? Bei Italien wird es dann noch komplizierter.

Alternativlos

18.03.2012, 18:32 Uhr

..und was folgt aus der Geschicht! Traue "Deiner" EU-Regierung (besser)nicht:-)!

Daher Gold und Silber physich kaufen und privat aufbewahren.

Das klappt dann solange, bis die neue "EU-Gestappo" zu suchen anfängt.

Bessere Krisen-Ratgeber ,wie Herrn Marc Faber aus der Schweiz/HongKong, gibt es in meinen nicht:"Zitat von Marc Faber: "Wir sind alle dem Untergang geweiht, weil uns die Regierungen vollständig übernehmen werden. Die Regierungen werden uns alle in den Bankrott treiben.""

Oder auch:
„Ich traue überhaupt keiner Papierwährung“ oder weiteres
Zitat von Marc Faber: "Ich bin pessimistisch, manchmal habe ich Selbstmordgedanken"! Einfach googlen und sich auf die Weltwirtschaftskrise sinnvoll und mit klarem Blick vorbereiten.

Das was unser "Abnick und Blenderverein" von Politikern und Großindustrie macht, ist "Verrat" am Volk unter Umgehung, sämtlicher Rechtsbücher, Gesetze und Verfassungen.

Einen schönen Beitrag dazu auch aus dem EU-Parlament, von unseren Freunden aus UK (mich wundert es nicht, das die nicht mehr beim Euro mitmachen wollen. Die sind doch nicht blöd!):"

Nigel Farage zur Euro-Rettung: “Ihr habt den Schuss nicht gehört!”"

Einfach mal googlen und nicht jammern wenn die verblendete EU-Elite und Ihr Abzock-Moloch,Euch Alles Vermögen/Altersvorsorge erstmal wegnimmt. Daher jetzt handeln und der Wahrheit ins Auge schauen!

Lerchenzunge

18.03.2012, 18:52 Uhr

Ja, nee ist klar. Und da er sich bereits darauf vorbereitet hat, muss er auch die nötigen Interviews geben, damit das gewünschte Ereignis auch ja eintritt.

Sonst hätte er sich ja verspekuliert ...

Wenn ein gewünschtes Ereignis nicht eintritt, muss man aktiv dafür werben. Und das tut er mit seinem Interview.

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